Kontaktnachverfolgung: Corona-Infizierte sind nun in der Bringschuld

Coronavirus

Auf einen Anruf des Gesundheitsamtes brauchen Corona-Infizierte nicht mehr warten. Das Verfahren der Kontaktnachverfolgung wird umgestellt. Infizierte sind nun in der Bringschuld.

Schermbeck

, 03.12.2020, 16:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erfahren Corona-Infizierte etwa über die Corona-App von ihrem positiven Testergebnis, sind sie im Kreis Wesel nun in Sachen Kontaktnachverfolgung in der Bringschuld.

Erfahren Corona-Infizierte etwa über die Corona-App von ihrem positiven Testergebnis, sind sie im Kreis Wesel nun in Sachen Kontaktnachverfolgung in der Bringschuld. © picture alliance/dpa

Das Gesundheitsamt des Kreises Wesel hat die Kontaktnachverfolgung angepasst und digitalisiert - aufgrund hoher Fallzahlen. Ab sofort seien positiv auf Corona Getestete aufgefordert, Kontaktpersonen über ein Online-Formular auf der Internetseite des Kreises Wesel zu melden. Das Gesundheitsamt kontaktiere Kontaktpersonen nicht mehr telefonisch.

Im Formular findet sich eine Definition, wer „Kontaktperson“ ist. Außerdem sind positiv Getestete verpflichtet, sofort Kontaktpersonen über das eigene Testergebnis zu informieren und sie zu bitten, sich selbst in Quarantäne zu begeben.

Appell des Landrats

Landrat Ingo Brohl appelliert: „Je besser die Betroffenen mitwirken, umso effizienter kann die Kontaktnachverfolgung durch gezielte Isolierungen und die Beratung von besonders gefährdeten Einrichtungen zur Unterbrechung von Infektionsketten führen.“

Die Strategie wurde geändert, da positiv Getesteten oft vor dem Gesundheitsamt ihr Testergebnis erfahren. Sie müssen sich laut Quarantäneverordnung NRW sofort in Quarantäne begeben. Ohne Krankheitssymptome endet die Quarantäne 10 Tage nach der Testung, ansonsten verlängert sich die Quarantäne, bis Symptome 48 Stunden am Stück nicht mehr vorliegen.

Das Gesundheitsamt konzentriere sich nun auf den Schutz der vulnerablen Bevölkerungsgruppen, etwa Bewohner der Pflegeeinrichtungen, so der Kreis.

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