Klaus Roth ist der vierte Bürgermeisterkandidat in Schermbeck

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Nach Mike Rexforth (CDU), Timo Gätzschmann (Die Partei) und Dr. Stephan Steinkühler (Bündnis 90/Die Grünen) tritt nun auch Klaus Roth (BfB) als Bürgermeisterkandidat zur Kommunalwahl an.

Schermbeck

, 18.06.2020, 09:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 13. September werden damit mindestens vier Schermbecker als Bürgermeisterkandidaten antreten. Mit acht von zehn Stimmen wurde Roth am Mittwochabend im Begegnungszentrum gewählt. Roth und Amtsinhaber Rexforth traten bereits 2014 als Bürgermeister-Kandidaten an.

„Mein Leben war geprägt durch Herausforderungen“, umschreibt der 73-jährige Klaus Roth seine Motivation, den Chefsessel im Rathaus zu besetzen. In den 34 Jahren seiner Tätigkeit als graduierter Betriebswirt war er zuletzt im Range eines Abteilungsleiters im Bereich Controlling bei der Thyssen Niederrhein und der ThyssenKrupp Stahl AG tätig.

Engagierter Einsatz war auch nach dem Umzug nach Schermbeck im Jahr 1973 gefragt, als Klaus Roth 1975 Mitglied der CDU wurde. Erstmals erreichte er im Jahre 1994 für die CDU im Wahlbezirk Bricht/Overbeck mit 45,8 Prozent ein Direktmandat im Schermbecker Rat. In jeder Wahlperiode stieg seine Stimmenzahl. 2009 erreichte er 74,9 Prozent der Stimmen.

„Arbeitstier“

Selbst die politischen Gegner erkannten den Fleiß des häufig zitierten „Arbeitstieres Roth“ an, der alljährlich als Unikat der 26-köpfigen Ratsmannschaft einen Großteil der zu seinem Wahlbezirk gehörenden Familien besucht und selbst in benachbarten Wahlbezirken die Anliegen der Bürger aufgreift und dabei auch couragiert die Zähne zeigt, was ihm nicht überall Freunde eingebracht hat. Trotz der Leistungen schied Roth wegen Differenzen aus der CDU aus - auch weil er trotz großen Wahlerfolges nicht in Fachausschüssen berücksichtigt wurde.

Zusammen mit Thomas Pieniak (vormals SPD) gründete Klaus Roth am 12. April 2011 die neue Fraktion „Bürger für Bürger“. Inzwischen hat die Wählervereinigung 48 Mitglieder. „Ich will auch weiterhin zeigen, dass man Politik anders machen kann“, wies Roth auf sein Bemühen hin, als Kümmerer die Anliegen der Bürgerschaft aufzugreifen und zu beantworten.

Roth kritisiert Amtsinhaber

Kritisch beurteilt Roth die Arbeit des amtierenden Bürgermeisters. Rexforth habe in sechs Jahren viel versprochen, aber auch vieles nicht in Angriff genommen. Die ungelösten Probleme der Verkehrsberuhigung im Ortskern nannte Roth wie fehlende Sozialwohnungen, zu hohe Personalkosten im Rathaus, das schleppende Verfahren, einen Nachfolger für den Edeka-Markt zu finden, und den Verkauf des Rathaus-Altgebäudes an die Caritas.

Zur BfB-Fraktion gehörten zuletzt drei Mitglieder: Klaus Roth, Thomas Pieniak und Martina Gelzeleuchter. Sie führen auch diesmal die Reserveliste an. Die weiteren Plätze: 4. Stefan Dürrbaum, 5. Alfons Düsterhus, 6. Raphael Düsterhus, 7. Ralf Gelzeleuchter, 8. Raoul Düsterhus, 9. Alexandra Dürrbaum, 10. Jörg Weisner, 11. Kevin Seibert, 12. Gabriel Lucas, 13. Petra Pieniak.

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