Pastor Xavier Muppala (r.) befragte Gottesdienstbesucher nach der Bedeutung der Farben Grün und Weiß im Erscheinungsbild der Schützen. © Helmut Scheffler
Schützenmesse

Kiliangilde Altschermbeck: Viele Gäste bei geschrumpftem Programm

Die Schützenmesse und der Gang zum Ehrenmal gehören fest zum Brauchtum der Kiliangilde in Altschermbeck - so auch in diesem Schützenjahr mit einem wegen Corona geschrumpften Programm.

Auf dem Festplatz der Kilianer reichten die mitgebrachten Stühle am Sonntag nicht aus, sodass sich ein Teil der Besucher mit Stehplätzen zufrieden geben musste. Die von August Krayenbrink geleitete Blaskapelle „Einklang“ sorgte für die Begleitung der Messgesänge während des Gottesdienstes, den Pastor Xavier Muppala unter das Motto „Grün und Weiß“ gestellt hatte.

In seiner Predigt ging Muppala der Frage nach, warum die Farben der Schützen Grün und Weiß sind. Der Farbe Grün ordnete er das Leben und Wachstum zu. Grün sei das Symbol der Hoffnung auf Leben und Überleben.

Um das Weiß im Farbenpaar der Kilianer zu deuten, erinnerte Muppala an das Ende der Sintflut. Damals ließ Noah eine weiße Taube von der Arche fliegen, die mit einem frischen grünen Ölbaumzweig im Schnabel zurückkehrte als Beweis für das Ende der Sintflut. In der Geschichte der Schöpfung taucht das Weiß ganz zu Beginn im werdenden Licht auf. Die Summe von Weiß und Grün, von der Überwindung der Dunkelheit und der Freude über neues Wachstum lasse sich auch auf das Schützenwesen übertragen. Grün und Weiß zu leben, bedeutet für Muppala, „das Leben in Fülle zu leben“.

Ehrung für Silberkönigin

Am Ende der Feldmesse ehrte der Kilian-Präsident Gregor Zens die Silberkönigin Petra Becker, die vor 25 Jahren mit dem inzwischen verstorbenen Ernst-Christoph Grüter regierte.

Pastor Xavier Muppala (l.) und der Schützenpräsident Gregor Zens (r.) freuten sich, dass der seit 2019 regierende Thron komplett an der Feldmesse teilnahm. © Helmut Scheffler © Helmut Scheffler

Die allermeisten Gottesdienstbesucher folgten der Einladung des Präsidenten, an dem nachfolgenden Besuch des Altschermbecker Ehrenmals teilzunehmen. Mit dem Lied „Heilig ist der Herr“ stimmte die Blaskapelle „Einklang“ am Ehrenmal auf die Rede des Präsidenten Gregor Zens ein, die mit einer Erinnerung an den Überfall der deutschen Soldaten auf die Sowjetunion vor 80 Jahren begann, sich dann mit den negativen Auswirkungen des Coronavirus befasste und einen Ausblick auf die dringend erforderliche Sanierung des Ehrenmals enthielt. Mit einem mutigen Seitenblick auf den anwesenden Bürgermeister Mike Rexforth ergänzte Zens schmunzelnd: „Ich hoffe das noch zu erleben.“

Königin Ulla Bienbeck legte am Ehrenmal einen Kranz nieder.
Königin Ulla Bienbeck legte am Ehrenmal einen Kranz nieder. © Helmut Scheffler © Helmut Scheffler

Nach der Kranzniederlegung durch Königin Ulla Bienbeck und dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne lud Gregor Zens die Zuschauer zum Frühschoppen auf dem Kirchplatz neben der Gaststätte Nappenfeld`s ein. Als das Königspaar mit seinem Throngefolge den Platz erreichte, wurden sie von den Mitgliedern des Kegelclubs „Good wood“ jubelnd begrüßt, da Königin Ulla Bienbeck schon viele Jahre lang mit ihnen zur Jagd auf alle Neune geht. Sonnenschein vertrieb um die Mittagszeit die grauen Wolken, sodass mancher länger blieb als ursprünglich eingeplant war, zumal die „Einklang“-Musikanten für musikalische Non-Stop-Unterhaltung sorgten.

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Freier Mitarbeiter
Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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