Jubiläum am Ort der Fröhlichkeit

MARIENTHAL Die Auftaktveranstaltung für die diesjährige Sommer-Reihe der "Marienthaler Abende" verband der Kulturkreis Marienthal mit der Feier seines 25. Sommerprogramms

von Von Helmut Scheffler

, 01.07.2008, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Gruppe „Gin Fis“ trug zur musikalischen Gestaltung des Programms der 25. „Marienthaler Abende“ bei.

Die Gruppe „Gin Fis“ trug zur musikalischen Gestaltung des Programms der 25. „Marienthaler Abende“ bei.

Vor etwa 400 Besuchern im proppenvollen Veranstaltungszelt erinnerte Kulturkreis-Sprecher Karl-Heinz Elmer im Beisein des Landrats Dr. Ansgar Müller an die Anfänge. Im "Haus Elmer" entstand seinerzeit die Idee, Marienthal um ein kulturelles Programm zu bereichern.

Bei anfänglich nur etwa 70 bis 90 Besuchern und einem schon bald recht anspruchsvollen Angebot türmten sich die finanziellen Defizite. Elmer machten keinen Hehl daraus, dass die Stadt Hamminkeln auch später, als die Sommer- wie die Winterabende längst scharenweise Besucher ins Isseldorf lockten, den Kulturkreis recht stiefmütterlich behandelte.

Lob für Sponsoren

Die 30 000 Euro, die in 25 Jahren geflossen seien, habe die Gemeinde durch ein Vielfaches an Steuereinnahmen wieder einnehmen können. Enttäuscht zeigte sich Elmer auch darüber, dass keiner der eingeladenen Bürgermeister von fünf Nachbargemeinden zum Festakt erschien. Viel Lob gab es dagegen für die Sponsoren. Die über 80-jährige Ingeborg Dude wurde als treuester Gast der "Marienthaler Abende" in 24 Jahren begrüßt.

Wer nicht kam, verpasste ein dreistündiges musikalisch-literarisches Programm der allerfeinsten Art. Als älteste Folkloregruppe Deutschlands ließ das "Duo Seytenspiel" stimmungsvolle Gitarrenmusik erklingen.

Papst und Sultan

Marienthals Dorfpoet Christian Behrens verlas Passagen aus seiner literarischen Beschreibung des Isseldorfes. Das "Trio Seytensprung" bereicherte die Jubiläumsfeier mit plattdeutschem Liedgut. Hans van Triel, Dieter und Imke Hemmers ließen im katholischen Marienthal in ihr Programm auch das Lied "Papst und Sultan" einfließen. Vielleicht als späte "Rache" für die einstige Weigerung des Marienthaler Klerus, zwei evangelische Pfarrer auf dem Kirchplatz auftreten zu lassen.

"Two of us" entführten in die Welt der Oldies ein. Und die Dorstener Gruppe "Gin fis" schlug sich tapfer. Auch ohne den erkrankten Heiner Grewer traten Wolfgang Kob, Andrea Grewer, Simone Juste, Sandra Behrend und Steffi Ölze vors Publikum. Ihre A-cappella-Musik wurde mit tosendem Applaus belohnt.

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