Jahresrückblick: Streit um Zusammenlegung der Grundschule dauert an

Jahresrückblick 2020

Die Schermbecker Grundschule soll zusammengelegt werden. Das sah der Ratsbeschluss bereits Ende 2019 vor. Doch mit der Umsetzung ist man 2020 kaum vorwärtsgekommen.

Dorsten

, 31.12.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für den Erhalt des Standorts der früheren Maximilian-Kolbe-Grundschule kämpft die Bürgerinitiative "Zwei Grundschulen für Schermbeck".

Für den Erhalt des Standorts der früheren Maximilian-Kolbe-Grundschule kämpft die Bürgerinitiative "Zwei Grundschulen für Schermbeck". © Berthold Fehmer (Archiv)

Gegen den Ratsbeschluss wollte die Bürgerinitiative „Zwei Grundschulen für Schermbeck“ ein Bürgerbegehren starten, das von der Verwaltung als unzulässig eingestuft wurde. Vor allem weil die Initiative die Kostenschätzung der Gemeinde nicht komplett im Antrag übernommen hatte.

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Gegen die Ablehnung des Bürgerbegehrens durch den Rat im Januar wurde seitens der Initiatoren Klage erhoben – ein Urteil gibt es bislang nicht.

Auch drei „Die Partei“-Mitglieder hatten ein Bürgerbegehren eingereicht. Ziel: der Neubau eines Bildungszentrums, das nach Schätzungen 20 Millionen Euro oder mehr kosten würde.

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Das Bürgerbehren wurden aufgrund der Corona-Pandemie in einen Ratsbürgerentscheid umgewandelt: Fast 75 Prozent der Bürger stimmten aber im Juli gegen ein Bildungszentrum.

Ärger um Stellungnahme

Einen unbeabsichtigten Effekt hatte der Ratsbürgerentscheid allerdings auch noch. Im Vorfeld des Entscheids hatte die Schulleiterin der Grundschule Schermbeck, Jessica Steigerwald, in einer Stellungnahme das Votum des Kollegiums für einen Neubau und damit gegen eine vom Rat favorisierte abgespeckte Variante mit einer Teilnutzung vorhandener Gebäude geschildert.

Eine Wahlbeeinflussung? Das sahen einige so und wandten sich an die Schulaufsichtsbehörde. Doch die lehnte eine Dienstaufsichtsbeschwerde ab. In einer zweiseitigen Stellungnahme wehrte sich der Rat gegen Steigerwalds Satz, dass es nach dem Ratsbeschluss „nicht mehr als Diskussionen“ gegeben habe.

Das Ende vom Lied: Jessica Steigerwald zog, nachdem sie ins Kreuzfeuer geraten war, nach den „schweren Erfahrungen während der Zusammenlegung und in der politischen Gestaltung rund um die Grundschule“ im Dezember die Reißleine und ließ sich versetzen. „Die PARTEI“ in einer Stellungnahme: „Wir sind sehr gespannt, wer sich die Nachfolge antun will.“

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