An mehreren Stellen haben vermutlich ein oder mehrere Wölfe versucht, den Zaun zu untergraben. © Eckhard Vornbrock
Wolfsgebiet Schermbeck

Hochtragendes Kamerunschaf wurde gerissen – trotz 1,90-Meter-Zaun

Ein hochtragendes Kamerunschaf ist vermutlich in der Nacht zum Donnerstag gerissen worden - 60 Meter von einem Wohnhaus entfernt und trotz eines Zauns mit einer Gesamthöhe von 1,90 Metern.

Gegen 10.30 Uhr am Donnerstag wurde der Riss auf einer Weide an der Buschstraße in Dinslaken, unweit der Kirchheller Heide festgestellt. Mit einem Kehlbiss wurde das Schaf getötet – Fraßspuren wurden an den Rippen und Teilen der Bauchdecke festgestellt.

Am 27. September 2018 hatte es bei der Familie den ersten Wolfsriss gegeben. Danach wurde der Zaun, ein 1,45 Meter hoher Maschendrahtzaun mit Betonfundament, mit zwei stromführenden Litzen in 1,6 und 1,9 Metern erhöht.

Eckhard Vornbrock von der AG Wolf des Gahlener Bürgerforums war zugegen, als zwei Wolfsberaterinnen des LANUVs am Nachmittag den Riss untersuchten. Ein spannendes Zusammentreffen, da in der Vorwoche noch Wolfsberater die Aufnahme eines Risses in Gahlen abgebrochen hatten mit Verweis auf die Corona-Schutzverordnung. LANUV-Sprecher Wilhelm Deitermann hatte Tierhaltern empfohlen, keine Dritten zur Riss-Aufnahme zu bitten.

„Total professionell“

„Total professionell – so wie man es erwarten muss“, hätten die Wolfsberaterinnen agiert, sagt Vornbrock. Von der Corona-Schutzverordnung sei keine Rede gewesen.

Acht Versuche, den Zaun zu untergraben, habe man gefunden. Und die Wolfsberaterinnen hätten eine Stelle am massiven Zaun entdeckt, an der ein Wolf „vielleicht durchgegangen sein könnte“, so Vornbrock.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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