Hierfür könnte Schermbeck 678.000 Euro Fördergelder erhalten

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Acht Projekte im Bereich des RVR können sich derzeit besondere Hoffnung auf eine Förderung machen. Darunter auch eines in Schermbeck, das nun im zweiten Anlauf mit Priorität A geführt wird.

Schermbeck

, 11.06.2019, 16:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zum „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2019“ tagte kürzlich der Strukturausschuss des RVR. In der Vorschlagsliste für zu fördernde Projekte findet sich auch das „Soziokulturelle, caritative Zentrum im ländlichen Raum“, zu dem der Caritasverband wie bereits berichtet das Alte Rathaus in Schermbeck umbauen will.

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Die Begegnungsstätte soll an den demografischen Wandel angepasst werden. Niederschwellige Beratungsangebote, Begegnungsmöglichkeiten (Café) und eine Tagespflege für demenziell erkrankte Menschen in Trägerschaft der Caritas sind geplant. Zudem soll das Ehrenamt eingebunden werden und eine Freiwilligenzentrale aufgebaut werden. Der Verkauf des Alten Rathauses ist, wie Bürgermeister Mike Rexforth bestätigte, bereits notariell besiegelt.

Bereits 2018 hatten Gemeinde und Caritas versucht, über den Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW Fördergelder zu erlangen. Diese Hoffnung zerschlug sich. Zwischenzeitlich erklärte sich die Caritas bereit, in den Räumlichkeiten der ehemaligen Bücherei eine Kindergartennotgruppe anzusiedeln. Dies dürfte verhindert haben, dass der Verkauf des Alten Rathauses förderschädlich geworden wäre.

Umbauarbeiten für Kindergartengruppe beginnen in dieser Woche

Mit den Umbauarbeiten für die Kindergartengruppe wird in dieser Woche begonnen. Einen Überblick über die weiteren Umbauschritte und das bisherige Anmeldeverfahren will Rexforth bei einem Pressetermin am Mittwoch (12. Juni) geben. Auch soll das Kita-Team vorgestellt werden.

Zuwendungsfähige Gesamtausgaben von 837.000 Euro sieht die Beschlussvorlage nun beim Alten Rathaus vor, davon 753.000 Euro zuwendungsfähige Ausgaben. Bei einem Fördersatz von 90 Prozent würde die Förderung des Projekts 678.000 Euro betragen. Der Bund beteiligt sich dabei mit 75 Prozent, das Land mit 15 Prozent.

Gute Chancen

Laut Jens Hapke, Sprecher des RVR, hat der Strukturausschuss die Vorschlagsliste abgesegnet. Am 17. Juni tagt zum selben Thema der Verbandsausschuss, am 28. Juni die Verbandsversammlung. Dann muss noch das Land endgültig entscheiden. Doch mit der Priorität A sieht Hapke gute Chancen für einen positiven Beschluss und die Förderung des Schermbecker Projekts.

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