Lucas Vohr, Dr. Stefan Steinkühler und Holger Schoel (v.l.) stellten in Gahlen das Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen vor. © Helmut Scheffler
Kommunalwahl

Grüne stellen sechs Wochen vor der Kommunalwahl ihr Programm vor

Für neue Impulse, Veränderung und Nachhaltigkeit wollen die Schermbecker Grünen in der kommenden Wahlperiode sorgen. Sie stellten nun ihr Wahlprogramm vor.

Die Erläuterung des Programms „Grün ist heute das Morgen gestalten“ übernahmen Ortsverbandssprecher Holger Schoel, Lucas Vohr, Kandidat für Gahlen-Besten, und Stefan Steinkühler als Bürgermeister-Kandidat und Kandidat für Gahlen-Heisterkamp.

„Schermbeck braucht neue Impulse, Veränderung und gleichzeitig mehr Nachhaltigkeit in allen Bereichen“, so Schoel. Für die Grünen am 13. September zu stimmen, bedeute, dass künftig nicht mehr wesentliche Entscheidungen von einer oder zwei Parteien getroffen würden und in Entscheidungsprozesse verstärkt urgrüne Themen einfließen könnten: Erhalt der Natur, Verbesserung des ÖPNV mit verstärkter Anbindung an Wesel sowie Energiesparmaßnahmen.

Blockheizkraftwerke angestrebt

Schoel erinnerte an vergebliche Vorschläge der Grünen, bei Neubaugebieten Blockheizkraftwerke zur Versorgung mit regenerativer Energie zu entwickeln. Man hoffe, dass wenigstens beim neuen Baugebiet „Spechort“ das Ziel erreicht werden könne. Schoel und Steinkühler bemängelten auch die Durchführung von Projekten mit Hilfe von externen Förderprogrammen. Zum relativ kleinen Eigenanteil der Gemeinde Schermbeck sei häufig noch eine ordentliche nicht förderfähige Kostenerhöhung gekommen.

Der Themenkomplex „Umwelt und Gesundheit“ steht an erster Stelle in der zehnseitigen Broschüre, die an Wahlständen verteilt werden soll. Gegen den Klimawandel müssten in den Ortskernen Grünflächen und Bäume erhalten bleiben. Bäume wirkten dem Aufheizen der dichter bebauten Gebiete im Sommer entgegen.

Steinkühler will endlich erfahren, wie Zigtausende Tonnen von Ölpellets und giftiger Substanzen in Gahlen abgelagert werden konnten. Hoffnungen knüpft er an den von der Umweltministerin Ursula Heinen-Esser für September angekündigten Bericht. Derzeit laufe eine Anfrage beim Kreis Wesel, weil auf der stillgelegten Abgrabung verstärkte Aktivitäten mit großen Maschinen beobachtet wurden.

Sozialer Wohnungsbau und Mittelstraßen-Beruhigung

Sozialer Wohnungsbau ist für die Grünen ein wichtiges Anliegen. Zudem sei man der Überzeugung, so die Grünen, „dass die Mittelstraße auch ohne Ersatzstraßen beruhigt und barrierefrei gestaltet werden kann, um die Aufenthaltsqualität zu steigern.“ Ruheoasen und die Umwidmung in eine Fahrradstraße werden vorgeschlagen. Die Bürger müssten dabei beteiligt werden.

Ab dem 21. August stehen die Grünen jeden Freitag zwischen 16 und 18 Uhr auf der Mittelstraße. Samstags können die Bürger sich mit Gahlener Grünen-Politikern ab 7.30 Uhr vor dem Geschäft Schult auf der Kirchstraße unterhalten. Unterstützt werden die Schermbecker Grünen von Landratskandidatin Petra Schmidt-Niersmann und Ulrike Trick, Spitzenkandidatin für den Kreistag.

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Freier Mitarbeiter
Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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