Glasfaserausbau in Außenbereichen soll in diesem Jahr starten

Glasfaser

Bis Ende des Jahres soll begonnen werden, Glasfaser für schnelles Internet in den Außenbereichen Schermbecks zu verlegen. Ein Detail dürfte betroffene Bürger besonders freuen.

Schermbeck

, 23.04.2020, 13:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Glasfaserausbau im Außenbereich Schermbecks soll noch in diesem Jahr starten.

Der Glasfaserausbau im Außenbereich Schermbecks soll noch in diesem Jahr starten. © picture alliance / Jan Woitas/dp

Als „erfreuliche Nachrichten“ bezeichnete Bürgermeister Mike Rexforth die Ankündigung für den Breitbandausbau. „Damit wird Schermbeck eine der wenigen Gemeinden in Deutschland werden, die den Breitbandausbau in dieser Form und Qualität für ihre Bürgerinnen und Bürger umgesetzt haben.“

Seit vier Jahren bemühen sich Hamminkeln, Hünxe und Schermbeck gemeinsam um den Breitbandausbau im Außenbereich. Mittlerweile ist das Vergabeverfahren, das 2019 wegen formaler Mängel gestoppt werden musste, durchgeführt worden, „bei dem sich eine Bietergemeinschaft für alle Lose (drei Lose Hamminkeln, jeweils ein Los Hünxe und Schermbeck) qualifiziert hat“, so Rexforth. Man habe Anfang April den finalen Förderantrag gestellt, gleichzeitig den vorzeitigen Maßnahmenbeginn beantragt.

Kostenloser Anschluss

Die beste Nachricht für alle Hausbesitzer: „Aktuell ist vorgesehen, dass der Anschluss des Glasfaserkabels für Haushalte im Fördergebiet kostenlos bis ins Haus erfolgt. Ein Anschlusszwang besteht nicht. Allerdings sollte jeder Bürger diese einmalige Chance nutzen, da es eine Wertsteigerung der Immobilie bedeuten kann und der Hausanschluss zu einem späteren Zeitpunkt voraussichtlich nicht mehr kostenlos möglich sein wird“, so Rexforth. 3000 Euro würde ein Anschluss später mindestens kosten.

Die monatlichen Tarife der Provider starten ab 9,99 Euro für die ersten 12 Monate, danach erhöht sich der Tarif auf mindestens 49,90 Euro monatlich für eine symmetrische Bandbreite mit 200 Mbit/s im Down- und Upload. Mindestvertragslaufzeit: 24 Monate. Bürger sollen sechs Wochen Zeit erhalten, um Anträge bei Providern einzureichen.

Auch ohne Förderung Anschluss möglich

Die Überarbeitung der Förderrichtlinien („Vortriebslösung“) erlaube auch die kostenpflichtige Anschlussmöglichkeit ans Glasfasernetz von Haushalten, die an der Ausbaustrecke liegen, aber bislang nicht Bestandteil der Förderkulisse waren. Im ersten Schritt werde die Bietergemeinschaft eine sogenannte Nachfragebündelung vornehmen, so Rexforth.

Infomaterial dazu werde etwa Anfang Mai von der Bietergemeinschaft online zur Verfügung gestellt. „Die konkreten Daten werden wir zeitnah zur Verfügung stellen.“ Anschlusskosten für nicht geförderte Anschlüsse müssten dann individuell ermittelt werden. Wenn Veranstaltungen wieder erlaubt seien, wolle man auch Infoveranstaltungen zum Thema anbieten, so Rexforth. Er rechnet damit, dass der Ausbau innerhalb von drei Jahren nach Baubeginn abgeschlossen sein wird.

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