Glasfaser-Ausbau: Bürger hatten viele Fragen

dzGlasfaser

Eine Premiere erlebten die Mitarbeiterinnen von epcan und Muenet am Donnerstag: Glasfaser-Beratung in einer ehemaligen Kirche. Einige Fragen wurden dabei immer wieder gestellt.

Schermbeck

, 15.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Normalerweise hätte es Info-Abende gegeben, bei denen die Bietergemeinschaft, die den Schermbecker, Hünxer und Hamminkelner Außenbereich mit Glasfaser ausbauen wird, ihre Pläne erklärt und Fragen beantwortet. Aber was ist in Corona-Zeiten schon normal? Zwei Firmen der Bietergemeinschaft (Stadtwerke Borken, epcan, MUENET) laden stattdessen, um das Infektionsrisiko zu mindern, zu sogenannten „Infopoints“ ein.

In Schermbeck sind diese an insgesamt sieben Terminen in der Ehemaligen Reformierten Kirche, Burgstraße 5, geplant. Die Resonanz auf den ersten Termin am Donnerstag (14. Mai) war noch recht verhalten, wie Mechthild Ostendarp und Tanja Kozian (beide epcan) sowie Sarah Tümmers (Muenet) bestätigten. „Es sind aber auch noch viele Termine“, sagte Ostendarp am späten Nachmittag - insofern gebe es noch viele Gelegenheiten, offene Fragen zu beantworten.

Mit Förderung oder ohne?

Welche Frage wurde am häufigsten gestellt? „Ist mein Haus in der Förderung oder nicht?“, sagt Tümmers. Der Unterschied: Während sich im ersten Fall die Bürger sicher sein können, dass nach Abschluss eines Vertrags (zwei Jahre) mit Fördergeldern für sie kostenlos ein Glasfaser-Anschluss gelegt wird, wird bei den anderen zunächst geprüft, ob ein Glasfaser-Ausbau bis zu ihrem Haus erfolgen kann und wie viel das kosten wird. „Wenn die ganze Straße mitmacht, wird es natürlich günstiger“, sagt Ostendarp

„Zwei Wochen haben diejenigen Zeit, sich dann zu überlegen, ob sie es machen“, sagt Ostendarp. Die Nachfragebündelung endet am 19. Juni: Dieses Datum gilt für beide Gruppen. Bis dahin muss ein Vertrag bei epcan oder Muenet eingereicht werden.

Probleme beim Homeschooling

Was die derzeit noch schlechten Datenleitungen für die Bürger im Alltag bedeuten, haben die Mitarbeiterinnen am Donnerstag einige Male gehört. „Videos schauen ist ganz schwierig“, so Tümmers. Einige hätten auch darauf hingewiesen, dass ihre Kinder jetzt beim Homeschooling große Probleme hätten, das Lernmaterial der Schule runterzuladen.

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Manche Bürger hätten gefragt, wie viele Anschlüsse sie sich legen lassen können, sagt Ostendarp. Die sechs Fasern, die üblicherweise verlegt würden, könnten vier Haushalte versorgen, sagt sie. Darüber hinaus seien weiter Anschlüsse auf Nachfrage möglich. Hardware-seitig, auch das wurde gefragt, bräuchten die Bürger nur ein Netzkabel, eine Steckdose und eine Fritzbox, sagt Tümmers. Das Übernehmen von Telefonnummern, eine weitere häufig gestellte Frage, sei problemlos möglich.

Weitere Termine in Schermbeck sind am 19. und 25. Mai sowie am 3., 9., 15. und 16. Juni, jeweils von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr in der Ehemaligen Reformierten Kirche. Ende 2023 soll der Ausbau abgeschlossen sein.

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