Georgskirche muss saniert werden

Feuchte Wände

Zwei feuchte Wände der Georgskirche müssen ab dem 13. Februar saniert werden. „Bis Ostern sollen die Arbeiten beendet sein“, sagte Baukirchmeister Bernd Klosterköther gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

Schermbeck

, 25.01.2017, 14:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Georgskirche muss saniert werden

Das Altarbild der Schermbecker Georgskirche muss für die Sanierung der Wände abgenommen werden.

Bereits bei der Sanierung im Jahr 2010 war der Putz im Innenraum erneuert worden. „Wir dachten, das hält zehn Jahre“, sagte Klosterköther, doch der Putz habe sich schneller mit Feuchtigkeit gesättigt als erwartet. Man hätte vielleicht noch ein, zwei Jahre mit der Sanierung warten können, so Klosterköther, habe aber nichts riskieren wollen. „Wenn man den Schimmel einmal drin hat, ist der schwer wieder rauszukriegen.“

Fundamente

Das Problem sind die Fundamente der Kirche. Im frühen 15. Jahrhundert wurde sie gebaut, damals wurden keine Feuchtigkeitssperren wie heute üblich integriert. So etwas nachzurüsten, sei „unheimlich schwierig“, sagte Klosterköther. In Folge der von unten aufsteigenden Feuchtigkeit blättert der Putz über den Fußleisten ab: an der Wand unter der Empore bis zum Altar sowie an der Wand von der Sakristei bis zur Tür. An beiden Wänden muss der Putz auf einem Meter Höhe abgetragen und erneuert werden.

Eine Chance, dass dieselben Arbeiten in sechs, sieben Jahren nicht wiederholt werden müssen, bietet ein neuer Putz, der laut Klosterköther die Feuchtigkeit nach außen dringen lässt. Dieser Putz werde eingefärbt und dürfe anschließend nicht gestrichen werden, um die Poren nicht zu verschließen.

Denkmalschutz

Bevor der Putz von einer Firma angebracht werden kann, werden Gemeindemitglieder die Kirchenbänke rausräumen. Auch das prachtvolle Altarbild muss abgenommen werden, wobei dies nur unter Begleitung der Denkmalschutzbehörde von einer Fachfirma bewerkstelligt werden darf. Auch die Orgel müsse eingepackt werden, sagte Klosterköther, da die Arbeiten zwar möglichst staubfrei durchgeführt werden sollen, aber dennoch ein Risiko für die Orgel bildeten. Diese Vorbereitungsmaßnahmen sollen etwa eine Woche dauern. Die Gottesdienste sollen laut Klosterköther in der Zeit der Sanierung im Gemeindehaus gefeiert werden.

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