Gen-Proben ausgewertet: Wölfe töteten Schaf und Pony

Wolf

Der Fall des am 4. Januar gerissenen Ponys in Hünxe hat im Wolfsgebiet Schermbeck hohe Wellen geschlagen. Nun hat das Senckenberg Forschungsinstitut die Gen-Proben ausgewertet.

Schermbeck

, 22.01.2021, 14:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das siebenjährige Shetlandpony "Ella" ist in Hünxe gerissen worden. Die Besitzer vermuten, dass mehrere Wölfe beteiligt waren.

Das siebenjährige Shetlandpony "Ella" ist in Hünxe gerissen worden. Die Besitzer vermuten, dass mehrere Wölfe beteiligt waren. © privat

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat weitere Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck bestätigt, die auf genetischen Untersuchungen des Senckenberg Forschungsinstituts in Gelnhausen beruhen.

Am 17. Dezember 2020 wurde in Dinslaken ein Schaf vom Wolf getötet. Die Untersuchungen haben die Wölfin Gloria (GW954f) als Verursacherin nachgewiesen.

Pony wurde von einem Wolf getötet

Am 4. Januar 2021 wurde in Hünxe eine sieben Jahre alte Shetlandponystute von einem Wolf getötet. Die genetische Untersuchung von Abstrichproben hat den Haplotyp HW02 nachgewiesen, der bei den territorialen Wölfen im Wolfsgebiet Schermbeck vorkommt. „Eine weitergehende Individualisierung war nicht möglich“, so das Umweltministerium.

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Weitere neue Wolfsnachweise aus dem Wolfsgebiet Schermbeck, darunter genetisch bestätigte Kot- oder Urinspuren, bestätigte Fotofallenaufnahmen, etwa am 6. Januar in Dinslaken, und Sichtbeobachtungen mit Foto oder Video, sind im Wolfsportal des LANUV NRW einsehbar unter https://wolf.nrw/wolf/de/nachweise .

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