Gemeinde lädt zu Filmabenden ein, will aber nicht verraten, was gezeigt wird

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Zwei Filme werden in der Ehemaligen Reformierten Kirche am 4. und 5. März gezeigt. Welche? Das verrät die Gemeinde nicht - wir schon.

Schermbeck

, 22.02.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was zunächst kurios wirkt, hat lizenzrechtliche Gründe. „Ich habe die Lizenz von der BJF Clubfilmothek Mainz erworben“, sagt Thomas Heer, Klimaschutzmanager der Gemeinde Schermbeck. Er und Susanne Kötter (Gleichstellungsbeauftragte) laden zu den Filmabenden ein, die 2019 Premiere in der Ehemaligen Reformierten Kirche, Burgstraße 5, feierten.

Der BJF, die Abkürzung für Bundesverband Jugend und Film, vergibt für nichtgewerbliche Veranstaltungen Lizenzen „zur Förderung der filmkulturellen Bildung“. Vor allem Kindern und Jugendlichen will der Verein ermöglichen, hochwertige Filme gemeinschaftlich zu erleben, „vor allem da, wo es keine gewerblichen Kinos gibt“.

„Ein rechtlicher Graubereich“

Zu kommerziellen Kinos soll keine Konkurrenz aufgebaut werden. Was für Thomas Heer auch bedeutet, dass er die Filme zwar umschreiben, aber nicht ihre Titel nennen darf. „Ein rechtlicher Graubereich“, sagt Heer bedauernd.

Maximilian Messing vom Computer-Software-Unternehmen business unicorns GmbH aus Recklinghausen wird die Veranstaltungstechnik zur Verfügung stellen, die nicht nur für die Filmabende, sondern auch die Umweltfilmwoche für Schermbecker Schulgruppen genutzt wird.

Zum Thema Klima- und Umweltschutz wird am 4. März (Mittwoch) der Film „Unsere große kleine Farm“ gezeigt - eine wahre Geschichte zweier Großstädter, die ihr Leben in Los Angeles aufgeben, um ihren Traum von der eigenen Farm zu leben. Die 80 Hektar Land der Farm mit Obstgärten, Wiesen und Weiden, werden nicht nur für die beiden eine neue Heimat, sondern auch für unzählige Haus- und Wildtiere.

Vortrag vor dem Film

Einlass ist um 18.50 Uhr. Ab 19 Uhr hält Hubert Schwan aus Schermbeck einen 20- bis 30-minütigen Vortrag zur Rolle von Mikroorganismen in gesunden Böden und stellt das Bokashi-Kompostierungsverfahren vor. Nach dem Film können Interessierte weitergehende Informationen erhalten. Der Film startet ab 19.30 Uhr.

Zum Thema Gleichstellung wird am 5. März (Donnerstag) der Film „Die Fremde“ gezeigt. „Hör auf zu träumen!“, sagt die Mutter zu ihrer 25-jährigen Tochter, als diese mit ihrem kleinen Sohn vor der Berliner Wohnungstür ihrer Eltern steht. Die Tochter ist aus einem unglücklichen Eheleben in Istanbul ausgebrochen und will zurück in Berlin ein selbstbestimmtes Leben führen. Schon bald erkennt sie, dass ihre Familie an der Herausforderung zu zerbrechen droht. Einlass ist um 19 Uhr, der Film beginnt um 19.30 Uhr.

Tickets gibt es im Rathaus für 5 Euro (Schüler, Azubis und Studenten: 3 Euro) - Popcorn und ein Kaltgetränk nach Wahl sind inklusive. Reservierungen sind unter Tel. (02853) 9100 oder klimaschutz@schermbeck.de möglich.

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