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Gahlener Storchennachwuchs ist beringt – nicht alle haben überlebt

Der Gahlener Storchennachwuchs ist am Donnerstagabend in den beiden Nestern beringt worden. Doch leider haben den nasskalten Mai nicht alle Storchenküken überlebt.
Nur zwei statt ursprünglich drei Störchen fanden sich am Donnerstag im Horst in Gahlen-Besten. © Markus Walbrodt

Mit einem Hubsteiger der Firma Enbergs ließen sich Michael Jöbges, der pro Jahr etwa 200 Störche in NRW beringt, und Mitglieder des Heimatvereins Gahlen am Donnerstag auf Nesthöhe bringen. Einen Rekord-Nachwuchs mit fünf Störchen in zwei Nestern hatte es in diesem Jahr gegeben, aber zwei von ihnen haben nicht überlebt.

Weniger Störche im Nest als erwartet

Am Kuhweg in Besten waren nur noch zwei statt drei Störchen im Nest, im Heisterkamp nur noch einer statt zwei. „Die Störche in Besten sind etwa fünf bis sechs Wochen alt, der am Heisterkamp neun Wochen“, sagt Markus Walbrodt, der Storchexperte vom Heimatverein Gahlen.

Für die Beringung der Störche brauchte es einen Hubsteiger. © privat © privat

„Die Störche waren gut drauf und gesund. Sie haben sich tot gestellt, was sie in der Situation auch tun sollen“, sagt Walbrodt. Dass zwei Störche nicht überlebt haben, führt er auf das Wetter im Mai zurück. „Wenn sie nass und kalt werden, ist das das Todesurteil.“

Störche haben Namen bekommen

Den Storch im Heisterkamp hat der Heimatverein Gerhard Becks getauft: Nach dem Träger des Bundesverdienstkreuzes, der 2020 starb und im Gahlener Ehrenamt eine tiefe Lücke hinterließ. Die Störche in Besten heißen Willy Erley und Anna Gilhaus – ebenfalls nach verdienten Heimatvereinsmitgliedern.

So sehen die Ringe aus, die der Storchennachwuchs erhalten hat. © Markus Walbrodt © Markus Walbrodt

Bei Storch „Gerhard Becks“ könne es jetzt jeden Tag so weit sein, dass er aus eigener Kraft den Horst verlassen kann, glaubt Walbrodt.

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