Der gemeindliche Flächennutzungsplan wird im Bereich des Landhotels Voshövel geändert. Durch die 55. FNP-Änderung soll die Grundlage für die Entwicklung von Bebauungsplänen für künftige Detailplanungen geschaffen werden. © Helmut Scheffler
Landhotel Voshövel

Flächennutzungsplan soll für Landhotel Voshövel geändert werden

Für das Landhotel Voshövel soll der Flächennutzungsplan geändert werden. Mögliche Erweiterungen würden so planungsrechtlich abgesichert.

Die 55. Änderung des gemeindlichen Flächennutzungsplanes (FNP), deren Auslage vom Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss einstimmig beschlossen wurde, befasst sich mit einem Bereich, in dem der bestehende Betrieb des Landhotels Voshövel gesichert und die Voraussetzungen für mögliche Erweiterungen des Betriebs planungsrechtlich vorbereitet werden sollen.

In der Vergangenheit haben zahlreiche bauliche Erweiterungen und Veränderungen auf dem Grundstück stattgefunden, die zu einer Ausweitung der baulichen Nutzung geführt haben. Der etwa 3,7 Hektar große Änderungsbereich, der sich im Schermbecker Ortsteil Weselerwald befindet, wird derzeit durch einen Hotelbetrieb genutzt. Dies umfasst neben Gebäuden und Freianlagen auch eine Stellplatzanlage an der Straße „Postweg“, über die auch die verkehrliche Erschließung erfolgt.

Grundlage für Bebauungspläne

Angrenzend an die Hotelanlage befindet sich eine hauptsächlich wohnbaulich genutzte Siedlung. Im räumlichen Zusammenhang schließen sich eine Golfplatzanlage sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen und Waldgebiete an. Eine Erweiterung der Bauflächen ist erforderlich, da der wirksame FNP nur einen Teil der Hotelanlage erfasst. Durch die FNP-Änderung soll die Grundlage für die Entwicklung von Bebauungsplänen für künftige Detailplanungen geschaffen werden.

Vom 20. Oktober bis zum 20. November 2020 lagen die Entwürfe bereits öffentlich im Rathaus aus. Gleichzeitig wurden auch die Behörden und die berührten Träger öffentlicher Belange um Stellungnahme gebeten. Der Landesbetrieb Straßen.NRW verwies auf die Einhaltung von allgemeinen Forderungen für Landesstraßen. Von der Bezirksregierung kam der Hinweis, dass Luftbilder aus den Jahren 1939 bis 1945 und andere historische Unterlagen Hinweise auf vermehrte Bodenkampfhandlungen und Bombenabwürfe liefern. Es wird eine Überprüfung der zu überbauenden Fläche auf Kampfmittel empfohlen.

Der Wasser- und Bodenverband Obere Issel verweist auf die Einhaltung von Mindestabständen zum Siegewinkelsbach, einem Gewässer des Verbandes. Der Kreis Wesel hat die FNP-Änderung von der Unteren Naturschutzbehörde und von der Unteren Wasserbehörde bewerten lassen. Die Wasserbehörde wies auf ein namenloses Gewässer hin, das im FNP-Änderungsbereich liegt. Die Naturschutzbehörde machte darauf aufmerksam, dass das Landschaftsschutzgebiet L 1 „Issel“ geringfügig überplant wird.

Pläne werden erneut ausgelegt

Die Pläne werden nach dem Erscheinen der nächsten Ausgabe des gemeindlichen Amtsblattes für einen Monat im Rathaus ausgelegt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist ein Besuch im Rathaus nur nach vorheriger Terminabsprache möglich (Tel. 02853/9100; E-Mail: info@schermbeck.de).

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Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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