Auch Diplom-Ingenieur Andreas Mayer (l.) kam am Samstag nach Schermbeck, um auf dem Rewe-Parkplatz mit den Bürgern über den neuen Rahmenplan zur Ortskerngestaltung zu informieren. © Helmut Scheffler
Rahmenplan

Erste Ergebnisse und Vorschläge zur Ortskernumgestaltung

An Plänen für die Umgestaltung des Ortskerns arbeiten derzeit drei Planungsbüros. Erste Ergebnisse der Parkraumanalyse und weitere Vorschläge liegen nun vor.

Eine intensive Bürgerbeteiligung soll die Akzeptanz des geplanten „Städtebaulichen Rahmenkonzeptes für den Ortskern von Schermbeck“ stärken. Am Samstag fand die Auftaktveranstaltung auf dem Rewe-Parkplatz statt. Die Schermbecker hatten Gelegenheit, Vorstellungen einzubringen, aber davon machten die wenigsten Gebrauch.

Stattdessen ließen sie sich von Mitarbeitern der Planungsbüros „Junker + Kruse (Dortmund), Runge IVP (Düsseldorf) und „WBP“ (Bochum) über deren Arbeit informieren. Fünf Bereiche werden genauer unter die Lupe genommen: die Kreuzung Erler Straße/Mittelstraße, der Schermbecker Mühlenbach, die Mühlenteiche, der Bereich zwischen Rathaus und dem Hauptstandort der Grundschule sowie der Wallbereich „Hinter der Mauer“.

Schon vor den Sommerferien erstellte das Büro Runge IVP eine Parkraumanalyse, die im September wiederholt werden soll. Hans-Rainer Runge zählte 624 legale Parkplätze im Ortskern. „Die maximale Auslastung wurde zwischen 10 und 11 Uhr festgestellt.“ Die Parkplätze am Rathaus böten noch freie Kapazitäten. Die zentralen Parkplätze an der Bachstraße, an der Volksbank und Rossmann seien zeitweise nahezu ausgelastet.

Neues Wohngebiet

Andreas Mayer vom Planungsbüro Junker + Kruse und Landschaftsarchitektin Luisa Walterbusch (WBP) prüfen die Entwicklung eines Wohngebiets zwischen Rathaus und Grundschul-Hauptstandort. Für die Freiflächen um Mühlenteiche und Mühlenbach werden unter Beteiligung der Bürger Vorschläge erarbeitet, wie Aufenthalts- und Wasserqualität verbessert werden können.

Der ehemalige Wallbereich ist geprägt durch schmale Gartenparzellen und ein Stück der ehemaligen Stadtmauer. Durch bessere Durchwegung und stärkere Inszenierung der Stadtmauer kann nach Auffassung der Planer der Bereich deutlich aufgewertet werden.

„Erhebliche Mängel“

Der Mittelstraße als Herzstück und Aushängeschild des Ortskerns bescheinigen die Planer „erhebliche verkehrliche und gestalterische Mängel“. Ein „verbessertes Verkehrskonzept und eine Aufwertung der Gestaltung durch eine klare Zonierung der verschiedenen Nutzungsflächen“ seien erforderlich. Eine Schlüsselfunktion werde der Einmündungsbereich der Erler Straße in die Mittelstraße übernehmen.

Die Planer stehen am Samstag (5. September) wieder zwischen 10 und 14 Uhr am Rathaus zum Gespräch bereit. Unter www.schermbeck.de können sich Bürger am Planungsprozess zu beteiligen, alternativ per Postkarte, die an Geschäften oder im Rathaus eingeworfen werden kann. Bis zum 2. Oktober werden in Fenstern am Rathaussaal Pläne gezeigt. Es gibt eine Info-Hotline (02853/910-299) sowie eine E-Mail Adresse (Buergerbeteiligung@schermbeck.de). Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden im Herbst vorgestellt.

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Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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