Entscheidung steht kurz bevor

Gasleitung Zeelink

Das Raumordnungsverfahren der geplanten Gasleitung Zeelink (Lichtenbusch bis Legden) steht laut Herbert Tekaat, Vertreter des Schermbecker Bürgermeisters, kurz vor dem Abschluss. Helmut Roloff, Sprecher von Open Grid Europe, erwartet einen Beschluss der Bezirksregierung „vielleicht schon in der nächsten Woche“. Ärger scheint programmiert.

Schermbeck / Raesfeld

, 02.02.2017, 17:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Entscheidung steht kurz bevor

Die in kräftigem Gelb markierte Trassen-Variante der geplanten Gasleitung Zeelink wird von Open Grid Europe präferiert.

Tekaat berichtete im Planungsausschuss am Mittwoch von einem Treffen im Weseker Kreishaus am Dienstag, wo betroffene Kommunen über den derzeitigen Planungsstand informiert wurden. Von Open Grid Europe, so Roloff gestern auf Anfrage unserer Zeitung, werde im hiesigen Bereich die Trassenvariante präferiert, die westlich des Dämmerwalds vorbeiführt und zwischen Raesfeld und Erle verläuft. Ob dieser 600 Meter breite Korridor auch von der Bezirksregierung beschlossen wird, stehe noch nicht fest, so Roloff.

Widerstand könnte es aus Schermbeck und Raesfeld geben. Der Raesfelder Rat hatte diesen Verlauf einstimmig abgelehnt. In Schermbeck hatten Landwirte die Verlegung entlang einer Ölleitung durch den Dämmerwald gefordert, da sonst zu viele landwirtschaftliche Flächen betroffen seien. Das sei aber nicht erlaubt, so Roloff, da es sich um ein FFH-Gebiet handele und es Alternativen gebe.

"Werden die Landwirte dann enteignet?“, fragte Egon Stuhldreier (CDU) im Planungsausschuss. Zunächst komme das Planfeststellungsverfahren, antwortete Planungsamt-Leiter Gerd Abelt – jenes Verfahren, an dessen Ende der exakte Verlauf der Leitung feststehen wird. Darin könnten Landwirte Einwendungen geltend machen. „Wir sind mit Hochdruck dran, die örtlichen Interessen auch der Landwirte zu vertreten.“ Michael Fastring (SPD) erkundigte sich, ob auch die Gemeinde klagen könne. Auch Flächen der Gemeinde Schermbeck seien betroffen, antwortete Tekaat. „Die Klage müsste begründet sein“, sagte Abelt. 

Lesen Sie jetzt