Einbrecher dringen in Kindergarten ein und beschädigen Schultüren

dzPolizei

Unbekannte Täter sind in der Nacht zu Donnerstag in das Familienzentrum St. Ludgerus eingedrungen. Auch an der Gesamtschule Schermbeck hatten sie versucht, Türen aufzuhebeln.

Schermbeck

, 23.01.2020, 13:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine böse Überraschung erlebten die Mitarbeiter der Schermbecker Gesamtschule und des Familienzentrums St. Ludgerus am Donnerstagmorgen. „Wir haben noch Schwein gehabt“, sagt Schulleiter Norbert Hohmann von der Gesamtschule Schermbeck am Mittag. Denn an seiner Schule hatten die Einbrecher kein Glück, hinterließen aber Schäden an insgesamt fünf Türen.

So versuchten sie am A-Gebäude der Schule, die Haupteingangstür vom Schulhof aus aufzubrechen. Trotz erheblicher Verbiegungen hielt diese Tür dem vermutlich verwendeten Brecheisen stand. „Die Tür ist hinüber“, sagt Hohmann. Auch am C-Gebäude setzten die Einbrecher ihr Werkzeug an insgesamt vier Türen an - ebenfalls vergeblich. Hier waren die Schäden an den Türen geringer.

Zwei Laptops gestohlen

Weniger Glück hatte das benachbarte Familienzentrum. Durch den Garten verschafften sich die Einbrecher Zugang ins Gebäude, brachen einen Schrank auf und stahlen zwei Laptops. Der Sachschaden hält sich in Grenzen. „Die Laptops waren etwa zehn Jahre alt“, sagt Leiterin Ursula Heinemann.

Allerdings hätten die Kinder auch mitbekommen, dass Einbrecher in ihrem Kindergarten waren. Und das die Polizei kam, um eventuelle Spuren zu sichern. „Die Kinder waren aus dem Häuschen“, sagt Heinemann. Ganz so schlimm wie beim Einbruch vor etwa drei Jahren sei es allerdings nicht gewesen, als Heinemanns Büro verwüstet wurde. „Da erzählen die Kinder heute noch von.“

Zu den Sachschäden konnte Polizeisprecher BjörnHaubrok noch keine Angaben machen. Er bittet Zeugen, sich an die Polizei in Hünxe zu wenden, Tel. (02858) 918100.

So reagiert die Gemeinde

Nach den Vandalismus-Schäden, die schon seit einiger Zeit den Schermbecker Schulen und der Gemeinde das Leben schwer machen, ist Bürgermeister Mike Rexforth merklich sauer. Mit der Kreispolizeibehörde und dem Landrat habe er bereits Gespräche zur Sicherheit an den Schulen geführt.

Ein Ergebnis ist, dass Carsten Klein-Bösing vom Gebäudemanagement der Gemeinde derzeit prüft, wie man eine Rundum-Beleuchtung mit Bewegungsmeldern an den Schulen realisieren kann. Durch die Ausleuchtung der Schulhöfe will Rexforth erreichen, dass die Täter sich nicht mehr ungestört fühlen können, wenn sie dort Schäden anrichten oder Einbruchsversuche starten. Und der Bürgermeister hat noch andere Pläne: „Die möchte ich jetzt aber noch nicht öffentlich machen.“

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