Robin Lilge kann bei der Kommunalwahl nicht mehr als Wahlbezirkskandidat von "Zukunft Schermbeck" in den Rat einziehen. © privat
Kommunalwahl 2020

Ein Wahlbezirkskandidat kann nicht mehr gewählt werden

Auf den Stimmzetteln zur Kommunalwahl ist ein Kandidat vermerkt, der nicht mehr in den Rat gewählt werden kann. Und eine Kandidatin hat plötzlich einen neuen Vornamen.

Auf dem Wahlzettel des Wahlbezirks 10 (Altschermbeck-Dorf) steht zwar für die Wählergemeinschaft „Zukunft Schermbeck“ noch der Kandidat Robin Lilge. Durch Abmeldung seines Hauptwohnsitzes im Gemeindegebiet Schermbeck kann er aber nicht mehr in den Gemeinderat berufen werden.

Laut Theresia Meyer von der Verwaltung können die Wähler dennoch ihr Kreuz bei Robin Lilge machen. Denn auch wenn Lilge nicht mehr als Direktkandidat in den Rat gewählt werden kann, werden die Stimmen für die Reserveliste von „Zukunft Schermbeck“ mitgezählt, die von Thomas Heiske angeführt wird.

„Elke Rottinghaus“

Stichwort Reserveliste: Auf Platz 3 der Reserveliste wird bei „Zukunft Schermbeck“ Erika Rottinghaus geführt, die auf den Stimmzetteln jedoch als „Elke Rottinghaus“ bezeichnet wird. Ein Versehen, wie Theresia Meyer eingesteht, das, obwohl viele Menschen die Liste kontrolliert hätten, nicht aufgefallen sei. Im Wahlausschuss am 4. August war der Fehler bereits in der Vorlage zu finden – bemerkt hatte ihn niemand.

Der Fehler auf dem Stimmzettel führt jedoch nicht dazu, dass, wie bereits in anderen Städte vorgekommen, alle Stimmzettel neu gedruckt werden müssten. „Wir haben uns da abgesichert“, sagt Meyer. Als Wahlbezirkskandidatin wird Erika Rottinghaus mit korrektem Namen auf den Stimmzetteln genannt – auf der Reserveliste kann sie hingegen nicht direkt gewählt werden. „Deshalb ist der Vorname nicht so entscheidend“, sagt Meyer.

Briefwahl immer beliebter

Erneut zeichnet sich bei dieser Wahl ab, dass die Briefwahl immer beliebter wird – ein Trend, der nicht erst seit Corona besteht. Von 11900 Wahlberechtigten hätten 3900 die Briefwahl beantragt, so Meyer. Wie viele davon wieder im Rathaus eingegangen sind, konnte Meyer nicht beantworten.

Am Wahlabend selbst wird es wegen der Corona-Pandemie im Rathaus keine öffentliche Wahlergebnispräsentation geben. „Über die Homepage der Gemeinde Schermbeck werden alle Ergebnisse unverzüglich und quasi in Echtzeit zur Verfügung gestellt, sodass auch die Bürgerschaft die Möglichkeit hat, sich ohne große zeitliche Verzögerung über den Verlauf der Wahl zu informieren“, so Meyer.

Die Reihenfolge der Auszählung sieht übrigens vor, das erst die Stimmen für den Landrat, dann für den Kreistag, anschließend für den Bürgermeister und den Gemeinderat ausgezählt werden. Die Stimmen für das Ruhrparlament kommen erst zum Schluss. Grundsätzlich würden die höherrangigen Gremien zuerst ausgezählt – beim Ruhrparlament sei es aber so, dass nicht alle Kommunen NRWs zur Wahl aufgerufen seien, so Meyer.

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Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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