Diese Vereine und Projekte profitieren durch die Windkraft

SL NaturEnergie Stiftung

Mit 40.000 Euro unterstützt die SL NaturEnergie Stiftung ehrenamtliches Engagement. Das sind die Vereine und Projekte, die davon profitieren.

Schermbeck

, 21.01.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit 40.000 Euro unterstützt die SL NaturEnergie Stiftung ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde.

Mit 40.000 Euro unterstützt die SL NaturEnergie Stiftung ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde. © Berthold Fehmer

Seit 2017 drehen sich die vier Windräder in der Nähe des Lühlerheims in Schermbeck. Joachim Schulenburg, der Projektverantwortliche bei der Firma SL NaturEnergie, die die Windräder betreibt, konnte am Montagabend im Schermbecker Rathaus berichten, dass 2018 statt der zuvor geschätzten 30 Millionen Kilowattstunde, sogar 37 Millionen erzielt werden konnten. „Wir gehen davon aus, dass dies der Durchschnitt für die nächsten Jahre ist.“

Symbolischer 40.000-Euro-Scheck übergeben

Von dem Erlös sollen nicht nur die Stiftung Lühlerheim, sondern auch andere Vereine und ehrenamtliche Organisationen profitieren. Für die SL NaturEnergie Stiftung übergaben Joachim Schulenburg und Maureen Nauen (Firmensprecherin) einen symbolischen 40.000-Euro-Scheck - Geld, das die Stiftung für ein halbes Jahr 2017 sowie für 2018 ausschüttete.

Profitieren werden davon

  • der Heimatverein Gahlen, der das Mühlenteichumfeld umgestalten will,
  • die Kulturstiftung, die eine neue Verstärkeranlage anschaffen will,
  • die Schießgruppe Altschermbeck, die ihren Schießstand auf Digitaltechnik umrüstete,
  • die Evangelische Kirchengemeinde Schermbeck, für die Wolfgang Bornebusch seit Jahren eine Konzertreihe organisiert,
  • der Heimatverein Weselerwald, der einen neuen Wegweiser aufstellen will,
  • der Eltern- und Freundeskreis für Menschen mit und ohne Behinderung, dessen Mitgliedern eine Fahrt zu einem Musical mit einem Bus ermöglicht wurde,
  • sowie die Gemeinde Schermbeck, die mit dem Verein „Wir sind Schermbeck“ die Radroute „Schermbeck rundum“ für das Radwegenetz qualifizieren will und einen Teil des Geldes mittels des Bürgerfonds durch Fördermittel verdoppeln kann. Damit soll das ehrenamtliche Engagement im Ortskern unterstützt werden.

Bei der Vergabe der Mittel mischt sich die Firma nicht ein. Über Anträge entscheidet ein Vergabeausschuss, in dem auch Vertreter der Heimatvereine, des Marketingvereins „Wir sind Schermbeck“ sowie der Werbegemeinschaft sitzen.

Angst und Kritik verstummt

Bürgermeister Mike Rexforth stellte fest, dass die Angst und Kritik, die vor dem Bau der Windräder geäußert wurde, verstummt sei. Zumindest komme bei der Gemeinde nichts mehr an, was auf Lärmbelästigung oder andere Beeinträchtigungen hinweise.

Durch die Vergütungsgarantie, die für 20 Jahre gilt, rechnet Schulenburg damit, dass die Stiftung etwa 25.000 Euro pro Jahr über mindestens diesen Zeitraum zur Verfügung stellen kann. „Fast eine halbe Million Euro“, so Bürgermeister Mike Rexforth. Er sieht noch einen weiteren Effekt: Schermbeck produziere 150 Prozent der im Ort verbrauchten Stromenergie aus erneuerbaren Energien. In den Bereichen Mobilität und Wärme stecke noch viel Potenzial, aber: „Wir haben unsere Hausaufgaben in einem Teilbereich schon mal richtig gut gemacht.“

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