Die Werbegemeinschaft lud zum achten Schermbecker „Bankgeflüster“ ein

dzBankgeflüster

Manchmal irrt sich auch der Wetterbericht. Der für Samstag angesagte Regen blieb aus, als die Werbegemeinschaft die Mittelstraße mit ideenreich gestalteten Bänken ausstattete.

Schermbeck

, 12.05.2019, 14:25 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Geschäftsleute hatten sich sehr viel Mühe gegeben, um ihre von Minigärten umgebenen Bänke zu präsentieren, und da die Mittelstraße an beiden Tagen für den motorisierten Verkehr gesperrt war, konnte man in entspannter Atmosphäre bummeln und dabei bewundern, mit wie viel Kreativität das Umfeld der etwa 40 Bänke zu kleinen Gartenparadiesen ausgestaltet wurde. Die Zahl der Bänke hatte sich gegenüber dem vergangenen Jahr nicht geändert. Fast alle Bänke standen auf Kunstrasenflächen, die mit Blumengestecken farbenfroh bestückt wurden.

Bei der Gestaltung der Bänke nutzten viele Geschäfte die Chance, auf ihre typischen Verkaufsprodukte aufmerksam zu machen. Nur bei wenigen Bänken blieb Platz, um sich als Besucher ein wenig auszuruhen. Sitzplätze gab es dennoch reichlich, weil die Werbegemeinschaft an mehreren Stellen große Tische mit bis zu zehn Stühlen aufgestellt hatte.

Als großzügige Gastgeber erwiesen sich viele Geschäftsleute entlang der Mittelstraße. Sie verwöhnten die Besucher mit Getränken, Knabbereien und Preisnachlässen bis zu 50 Prozent auf einen Teil ihres Warenangebotes.

Vereine konnten sich der Öffentlichkeit vorstellen

Das Angebot der Werbegemeinschaft an Schermbecker Vereine, sich an einem Stand der Öffentlichkeit vorzustellen, nutzten nur zwei Gruppen. Vor ihrem Antrete-Lokal „Schermbecker Mitte“ stellte die Kiliangilde Schermbeck von 1602 e.V. eine Bank auf. Mit einer gelungenen Nachbildung der Schermbecker Burg, die Kerstin Hoppe als Königin der Saison 2014/15 aus einer Vielzahl kleiner Wäscheklammern gebastelt hatte, machten die Kilianer auf ihren diesjährigen Kilians-Button aufmerksam, der an die erste urkundliche Erwähnung der Burg im Jahre 1319 erinnern soll.

Als zweiter Verein beteiligte sich der Schalke-Fan-Club „Königsblaue Schermbecker“ am Bankgeflüster. Auf dem Parkplatz Overkämping warb der 22 Jahre alte Verein für neue Mitglieder.

Luftdruck wurde überprüft

Am neuen Standort des „Bike-Shop by Dominik Spahn“ in der Mittelstraße 18-22 erhielten die Besucher nicht nur ein Würstchen gratis. Auf Wunsch überprüfte und korrigierte Dominik Spahn den richtigen Luftdruck der mitgeführten Fahrräder.

Auch einige Betriebe abseits der Mittelstraße nutzten die Gelegenheit, sich den Besuchern auf der Mittelstraße vorzustellen. Die Firma „König Werbetechnik“ hat etwa ihren Sitz im Gewerbegebiet Heetwinkel. Diesmal stellte Stefan König hinter die Bank ein Giraffen-Bild und lud die Passanten ein, sich auf der Bank zusammen mit dem Steppentier im Hintergrund zu fotografieren.

Die Firma Heizung-Sanitär Beck gestaltete an ihrem ehemaligen Standort die Rasenfläche vor der Bank mit Brauseköpfen und Wasserhähnen unterschiedlicher Art. Die Firma Wirtz Design in der Schillerstraße lud an ihrer Bank auf der Mittelstraße die Besucher ein, auf ausgelegten Postkarten Grüße zu versenden. Die Firma Wirtz übernahm die Portokosten fürs Versenden.

Die Werbegemeinschaft lud zum achten Schermbecker „Bankgeflüster“ ein

Das „Schermbecker Haarstudio“ an der unteren Mittelstraße beteiligte sich in diesem Jahr erstmals am „Bankgeflüster“ der Werbegemeinschaft. © Helmut Scheffler

Die Schermbeckerin Gundi Otto warb an einer Bank für das Strom- und Gasangebot der Stadtwerke Wesel. Die Anwaltskanzlei „Prüwer, Proff & Böhm“ ließ eine lebensgroße Nachbildung eines Jura-Studenten auf ihrer Bank sitzen, der einen übergroßen Paragrafen in der Hand hielt. Zwei Autos von VW stellte das am Kapellenweg ansässige Autohaus Faselt am Rande des Gustav-Sack-Parkplatzes aus.

Kinder konnten Enten angeln

Katrin und Frank Herbrechter vom „Schermbecker Reisebüro“ bewiesen auch in diesem Jahr wieder viel Einfallsreichtum, das Umfeld ihrer Bank mit Urlaubsflair zu umgeben. An einem kleinen Pool durften die Kinder Enten angeln. Für jede Ente, die innerhalb einer Minute geangelt werden konnte, gab es einen Gutschein im Wert von 10 Euro. Manche Kinder konnten ihren Eltern bis zu 100 Euro als Gutschein für die nächste Reise ab 500 Euro überreichen.

Das Pferdemodell, das die „Pferdephysiotherapie Gangart“ neben ihre Bank gestellt hatte, reizte den dörflichen Nachwuchs wiederholt zu einer Sitzprobe.

Die Werbegemeinschaft lud zum achten Schermbecker „Bankgeflüster“ ein

Die siebenjährigen Zwillinge Nina und Moritz waren nicht die einzigen Kinder, die auf dem Rücken eines nachgebildeten Pferdes Platz nahmen. © Helmut Scheffler

Selbst außerhalb der gesperrten Mittelstraße beteiligten sich Betriebe an der Aktion. Dazu gehörten „Verwiebe-Optik“ in der Bachstraße, das Jeans-Lädchen, das Kunst-Lädchen „Twinkle-Art“ und die „Kartoffel-Ackerdemie“ an der oberen Mittelstraße und „Herzglück“ nahe des Kapellenweges.

Mit ihrer Modenschau, die Vera Meyer vor ihrem Geschäft „Wäsche & mehr“ an beiden Tagen veranstaltete, sorgte sie am dritten Geburtstag ihres Schermbecker Geschäftes für eine zusätzliche Attraktion.

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