Die Feldbahn nimmt Fahrt auf

Regelmäßige Besichtigungen

Ihr zehnjähriges Bestehen verbanden die "Feldbahnfreunde Schermbeck-Gahlen" am Samstag im Gahlener Aap nahe der Sportanlage des TuS Gahlen mit einer Feier auf ihrem Betriebsgelände, das ihnen die Familie Haferkamp im Jahre 2007 zur Nutzung überlassen hatte.

Gahlen

, 27.08.2017, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Gelegenheit, mit der Feldbahn zu fahren, nutzten am Samstag viele Besucher auf dem Gelände der Feldbahnfreunde Schermbeck-Gahlen.

Die Gelegenheit, mit der Feldbahn zu fahren, nutzten am Samstag viele Besucher auf dem Gelände der Feldbahnfreunde Schermbeck-Gahlen.

Bei trockenem Sommerwetter nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, sich von den Feldbahnfreunden über ihre bisherige Arbeit, über ihren Fahrzeugpark und über die Planungen informieren zu lassen.

650 Meter lange Ausbaustrecke

Von der Möglichkeit, die 650 Meter lange Ausbaustrecke zwischen Café Haferkamp und TuS Gahlen auf der Südseite des großen Feldes nördlich der Zufahrt zur Jugendfreizeitstätte mit zwei Zugeinheiten zu befahren, machten große und kleine Besucher während der siebenstündigen Öffnung gerne Gebrauch. Für die Fahrten konnten nicht nur eigene Loks und Personenloren genutzt werden, sondern auch die Lok Kay Winklers, die dieser aus Ennepetal nach Gahlen gebracht hatte und auch selbst steuerte.

Die innerhalb des vergangenen Jahres angelegte Strecke ist zwar einspurig angelegt, aber eine Ausweichstelle ermöglicht einen Gegenverkehr. „Ich bin überrascht, wie gut unser Angebot angenommen wird“, freute sich der Vorsitzende Michael Nienhaus. Diesen Eindruck konnte auch die gemeindliche Tourismus-Fachwirtin Birgit Lensing mitnehmen

Fuhrpark

Beim Rundgang konnten die Besucher den Fahrzeugpark der Feldbahnfreunde in Augenschein nehmen. Vier Loks gehören dem Verein. Die älteste Lok, eine DIEMA DS 16 aus dem Jahre 1939, ist eine Dauerleihgabe der Schermbecker Dachziegelwerke Idunahall. In der Anfangszeit gehörte die Lok der Hervest-Dorstener Tief- und Straßenbaufirma Friedrich Schaub. Diese 78 Jahre alte Lok war am Samstag ebenso auf der Strecke im Einsatz wie eine DIEMA DS 28, die nach ihrer Fertigstellung im Jahr 1960 im Ton-Werk Hamann & CO in Brunkensen bei Alfeld an der Leine im Einsatz war und nach mehrfachem Besitzerwechsel im Mai 2007 von den Feldbahnfreunden übernommen wurde.

Mit 62 PS ist die DIEMA DFL 60 aus dem Jahre 1967 die stärkste Lok im Gerätepark der Feldbahnfreunde. Diese Lok war nach ihrer Fertigstellung zunächst bei der Castroper Maschinenziegelei Ernst Lessmöllmann im Einsatz, seit 1978 in der Steenbakkerij im belgischen Zonnebeck und kam 1983 zu den Schermbecker Dachziegelwerken Idunahall.

Über Andreas Knopf, der die Lok im Jahre 2003 erwarb, gelangte die Lok im Jahre 2010 zu den Feldbahnfreunden. Im selben Jahr erhielten die Feldbahnfreunde auch von einem Privatbesitzer eine im Jahre 1959 gebaute Lok als Dauerleihgabe. Diese 30 PS starke Lok wurde von dem VEB Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg hergestellt. Auf dem Betriebsgelände der Feldbahnfreunde befindet sich derzeit noch eine weitere Lok, die für die Lebenshilfe in Trier restauriert wird.

Ehrenamtliches Engagement

Im Verlauf des kommenden Jahres soll mit dem Verlegen der 600 Millimeter breiten Gleise am Nordrand des Feldes nahe der Lippe begonnen werden. Viel ehrenamtliches Engagement ist dazu erforderlich. Mittwochs treffen sich einige Mitglieder, um Arbeiten zu verrichten. Arbeitseinsätze an Samstagen werden nach Absprache erledigt. Parallel dazu laufen die Planungen für die Errichtung eines Museums zur Tonbaugeschichte.

Zum Vorstand des 30 Mitglieder zählenden Vereins gehören: Michael Nienhaus (Vorsitzender), Michael Gorris (stellvertretender Vorsitzender), Klaus Jahn (Schatzmeister) und Rainer Deutzmann (Schriftführer);
Postanschrift: Im Aap 25, 46514 Schermbeck. Ab jetzt können regelmäßig Fahrten durchgeführt werden. Über die können Besichtigungstermine vereinbart werden.

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