Designierter Bundespräsident Joachim Gauck war in Marienthal zu Gast

Einladung der NRW-CDU

Hoher Besuch am Samstag in Marienthal: Der designierte Bundespräsident Joachim Gauck war zu Gast beim sogenannten „Marienthaler Kreis“ der nordrhein-westfälischen CDU im Romantik-Hotel Haus Elmer.

MARIENTHAL

von Von Helmut Scheffler

, 26.02.2012, 10:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bruder Manfred und Prior Pater Matthias begleiteten wenig später Joachim Gauck in die Klosterkirche.

Bruder Manfred und Prior Pater Matthias begleiteten wenig später Joachim Gauck in die Klosterkirche.

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Joachim Gauck in Marienthal

Überpünktlich erschien Joachim Gauck am Samstag (25.2.) beim sogenannten „Marienthaler Kreis“ der nordrhein-westfälischen CDU im Romantik Hotel Haus Elmer.
26.02.2012
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Froh gelaunt kehrten Joachim Gauck und die NRW-CDU-Prominenz aus der Klosterkirche zurück.
Nordrhein-westfälische Polit-Prominenz wartete auf dem Klosterplatz auf Joachim Gauck.
Geduldig posierte Joachim Gauck für die Medienvertreter.
Hotel-Chefin Michaela Kannenberg überreichte Joachim Gauck ein Buch über Marienthal.
Oliver Wittke und Norbert Röttgen (v.r.) bewerteten vor zahlreichen Journalisten den Besuch Joachim Gaucks.
Hotelchefin Michaela Kannenberg freute sich über Joachim Gaucks Unterschrift im Goldenen Buch ihres Hotels.
Hamminkelns Bürgermeister Holger Schlierf (vorne r.) begrüßte Joachim Gauck auf dem Weg zum Otto-Pankok-Raum.
Ein letzter Blick in die Kameras, bevor Joachim Gauck die Rückreise antrat.
Marie-Luise Fasse, Karl-Josef Laumann, Norbert Röttgen und Oliver Wittke bewerteten bei der abschließenden Pressekonferenz den Besuch Joachim Gaucks, bevor sie eine Bilanz der Tagung der NRW-CDU zogen.
In den Reihen der Politik-Prominenz im Otto-Pankok-Saal befanden sich auch die CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Marie-Luise Fasse und der ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Wolfgang Hüsken (v.r.).
Peter Hintze, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, war auch Gast in Marienthal.
Einen "Marien-Thaler" nahm Joachim Gauck mit nach Berlin.
Vertreter der NRW-CDU begrüßten Joachim Gauck auf dem Klosterplatz in Marienthal.
Joachim Gauck freute sich über das Bild, das ihm die vierjährige Katharina Reddies auf dem Weg zur Klosterkirche überreichte.
Die Polizei begleitete Joachim Gauck (im ersten gepanzerten Fahrzeug) vom Düsseldorfer Flughafen nach Marienthal.
Die Beamten der Kreispolizeibehörde Wesel hatten alles fest im Griff.
Nach dem Besuch der Klosterkirche beantwortete Joachim Gauck erste Fragen der Medienvertreter.
Mehr als 70 Medienvertreter warteten auf die Ankunft Joachim Gaucks auf dem Klosterplatz in Marienthal.
Bruder Manfred und Prior Pater Matthias begleiteten wenig später Joachim Gauck in die Klosterkirche.
Hotel-Chefin Michaela Kannenberg überreichte Joachim Gauck ein Buch über Marienthal.
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Vor dem Treffen mit den CDU-Spitzen zog es den evangelischen Pfarrer Joachim Gauck in die Klosterkirche, wo ihm der Karmeliter-Prior Pater Matthias ein paar Besonderheiten der alten Klosterkirche vorstellte.

Schmunzelnd wurde er dort Zeuge, wie Klosterbruder Manfred den Bundesumweltminister und CDU-Landesvorsitzenden Norbert Röttgen versehentlich als „Herr Lammert“ begrüßte und dem verdutzten Bundestagspräsidenten Lammert eine simple Erklärung für sein Versehen gab: „Ich guck' hier kein Fernsehen.“ Fernsehreporter, Rundfunkmitarbeiter und etwa 50 Vertreter von Printmedien versuchten, möglichst viele Bilder und Statements von Joachim Gauck zu erhaschen, als dieser von der Kirche aus zum Osteingang des Hotels ging, wo ihm die jetzige Hotelchefin Michaela Kallenberg ein neueres Buch über Marienthal überreichte.  In älteren Ausgaben hätte Joachim Gauck nachlesen können, dass nicht nur der Reichskanzler Heinrich Brüning vor dem Zweiten Weltkrieg in Marienthal zu Gast war, sondern auch die beiden Bundespräsidenten Theodor Heuß und Heinrich Lübke. Beim Mittagessen erwies sich Joachim Gauck als äußerst genügsam. Küchenchef Jens Papenheim konnte das vorbereitete Ochsenbäcksken und alle anderen Delikatessen wieder verstauen, weil der hohe Gast sich mit Wurst- und Käseschnittchen zufrieden gab.

Zwischendurch trug er sich noch als Erster in das „Goldene Buch“ ein, das Michaela Kannenberg vor ein paar Tagen noch schnell in der Marienthaler „Remise“ gekauft hatte. Im Otto-Pankok-Saal, dem Raum für Sänger und Komödianten der „Marienthaler Winterabende“, lernte Joachim Gauck nach der Lesung als Privatmann Gauck am Vorabend in einem Fürther Theater bei seiner ersten Begegnung mit Politikern Vertreter jener Partei kennen, die sich erst lange nach den meisten anderen Bundestagsfraktionen mit einem Bundespräsidenten Gauck anfreunden konnten.

Doch die CDU muss er in Marienthal sehr überzeugt haben. Immerhin gab`s von Norbert Röttgen bei der abschließenden Pressekonferenz viel Lob: „Herr Gauck hat heute überwiegend mit seiner Persönlichkeit überzeugt. Er hat sich auf unsere Fragen sehr gut eingelassen." Zufrieden war auch der Brüner Dieter Buchmann, der extra mit dem Fahrrad angeradelt kam, um den baldigen Präsidenten zu sehen. Weniger zufrieden zeigten sich vier Mitglieder des NPD-Kreisverbandes Wesel-Borken, die auf ihrem großen Transparent die Politiker ermahnten: „Direktwahl des Bundespräsidenten - jetzt!“ Joachim Gauck hat's nicht mitbekommen. Er war schon unterwegs in Richtung Berlin. Mit ihm reiste als Geschenk ein „Marien-Thaler“ zur Erinnerung an den Start in einen harten Arbeitsalltag eines künftigen Staatsrepräsentanten.

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