So kurios lief das Königsschießen bei der Trachtenschützengilde Uefte-Overbeck

Schützenfest

Bernd Klevermann ist der neue König der Trachtenschützengilde Uefte-Overbeck. Mit dem 605. Schuss setzte er sich um 14.52 Uhr gegen seine Konkurrenz durch.

Schermbeck

, 09.09.2019, 15:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
So kurios lief das Königsschießen bei der Trachtenschützengilde Uefte-Overbeck

Bernd Klevermann ist der neue König der Trachtenschützengilde. © Berthold Fehmer

Nur alle fünf Jahre wird in Uefte-Overbeck Schützenfest gefeiert. Wer an diesem Montag den Vogel herunterholte, darf sich also fünf Jahre lang König nennen. Zum Vogelschießen der beiden Bauernschaften waren die Teilnehmer am Montagmittag an der Vogelstange angetreten.

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Königsschießen der Trachtenschützengilde Uefte-Overbeck

So kurios lief das Königsschießen in Uefte-Overbeck.
09.09.2019
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Bernd Klevermann ist der neue Schützenkönig der Üefter-Overbecker Trachtenschützen.© Berthold Fehmer
Der neue Thron: Ehrenpaar Petra Temmler und Stefan Ribbekamp unterstützen das Königspaar Sabrina Ribbekamp und Bernd Klevermann ebenso wie das Ehrenpaar Claudia Klevermann und Matthias Temmler.© Berthold Fehmer
Gespannt warteten die vielen Besucher auf den Königsschuss und ließen sich währenddessen von der Kapelle "Einklang" unterhalten.© Berthold Fehmer
Die beiden Flügel des Schützenvogels© Berthold Fehmer
Die Trachtenschützengilde nennt sich nicht nur so - das Tragen von Trachten war beim Schützenfest für die meisten Besucher Pflicht!© Berthold Fehmer
Bernd Klevermann musste sich gegen fünf Konkurrenten durchsetzen.© Berthold Fehmer
Die Kapelle "Einklang" hatte Musik für jeden Geschmack im Repertoire.© Berthold Fehmer
Dass dem König von seinen Konkurrenten bereits vor dem Königsschuss gratuliert wird: Das gibts wohl auch nur in Uefte-Overbeck.© Berthold Fehmer
Bernd Klevermann reckte die Überreste des Schützenvogels in die Höhe, während das Schützenvolk applaudierte.© Berthold Fehmer
Mit Kniefall und Blumenstrauß gratulierte Bürgermeister Mike Rexforth der neuen Königin.© Berthold Fehmer

Die Insignien mussten zuerst dran glauben

Die Insignien mussten als erste dran glauben. Da bei den Ueftern und Overbeckern auch die Ehrendamen mitschießen dürfen, konnte Katja Ribbekamp nach dem 8. Schuss den Schnabel mit nach Hause nehmen. Lennart Balke schoss die Krone herunter mit dem 23. Schuss. Mohammed Alarar beförderte mit dem 82. Schuss das Zepter zu Boden.

Der Reichsapfel war beim 123. Schuss von Aloys Triptrap fällig. Bernhard Schulte-Huxel ließ den rechten Flügel zu Boden sinken (186.). Mit zwei gleichzeitigen Schüssen amputierten Niklas Linneweber und Jan Möllmann den linken Flügel.

Mehr als zwei Dutzend Schützen machten sich anschließend mit schwerer Munition daran, den Vogel zur endgültigen Kapitulation zu „überreden“. Als der Vogel zum ersten Mal bedenklich wackelte, schrumpfte die Zahl auf ein halbes Dutzend Anwärter, die Kleinholz aus dem Vogel machte, bis Bernd Klevermann beim 603. Schuss den Vogel abschoss.

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So war das Fest der Uefter Trachtenschützen

Nur alle fünf Jahre wird in Uefte-Overbeck Schützenfest gefeiert. Wer an diesem Montag den Vogel herunterholte, darf sich also fünf Jahre lang König nennen.
09.09.2019
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Mit einer Schützenmesse in der Ludgeruskirche begann am Montagmorgen der dritte Festtag der Uefte-Overbecker Trachtenschützen.© Helmut Scheffler
Die drei Pastöre Franz-Gerd Stenneken, Klaus Honermann und Xavier Muppala (v.l.) sind Ehrenschützen der Uefte-Overbecker Trachtenschützen.© Foto: Helmut Scheffler
Nacheinander zogen die Erwachsenen, die Kinder und die Jugendlichen in die Kirche ein.© Foto: Helmut Scheffler
Eine solch gut besuchte Messe gibt es in St. Ludgerus allenfalls am Heiligabend.© Foto: Helmut Scheffler
Die Sitzplätze reichten in der Ludgeruskirche nicht aus für die vielen Schützen und Freunde der Uefte-Overbecker Trachtenschützengilde.© Foto: Helmut Scheffler
Die Predigt hielt Pastor Klaus Honermann diesmal in plattdeutscher Sprache.© Foto: Helmut Scheffler
Mitglieder der Uefte-Overbecker Trachtenschützengilde trugen die Fürbitten in plattdeutscher Sprache vor.© Foto: Helmut Scheffler
Auch die extra aufgestellten Bänke in den Seitengängen der Ludgeruskirche waren alle besetzt.© Foto: Helmut Scheffler
Die Uefter Jagdhornbläser beteiligten sich an der musikalischen Untermalung der Schützenmesse.© Foto: Helmut Scheffler
Der Erste Reckenmester Christoph Möllmann begleitete die Königin zur Pieta, wo die Königin einen Blumenstrauß niederlegte.© Foto: Helmut Scheffler
Nach der Schützenmesse gingen die Schützen zum Altschermbecker Ehrenmal.© Foto: Helmut Scheffler
Nach der Schützenmesse gingen die Schützen zum Altschermbecker Ehrenmal.© Foto: Helmut Scheffler
Schützenfest© Helmut Scheffler
Die Blaskapelle „Einklang“ musizierte am Altschermbecker Ehrenmal.© Helmut Scheffler
Der Erste Reckenmester Christoph Möllmann gedachte am Ehrenmal der Opfer von Kriegen und Gewalt.© Foto: Helmut Scheffler
Am Altschermbecker Ehrenmal wurde nach der Schützenmesse ein Kranz niedergelegt.© Foto: Helmut Scheffler
Thron, Vorstand und Ehrenschützen versammelten sich am Altschermbecker Ehrenmal.© Foto: Helmut Scheffler
Vom Ehrenmal gingen die Schützen zur Gaststätte Nappenfeld´s.© Foto: Helmut Scheffler
An der Gaststätte Nappenfeld´s winkten der Thron und die Ehrenschützen den vorbeimarschierenden Schützen zu.© Foto: Helmut Scheffler
Vom Wirtsehepaar Dennis und Veronika Nappenfeld erhielten die Schützen kostenlos Schnaps.© Foto: Helmut Scheffler
Hermann Imping verteilte kostenlos belegte Brötchen und Kuchen.© Foto: Helmut Scheffler
Im Namen der Schützen dankte der Erste Reckenmester Christoph Möllmann für die kostenlose Bewirtung.© Foto: Helmut Scheffler
Die Blaskapelle „Einklang“ sorgte während des Aufenthaltes an der Gaststätte Nappenfeld´s für die musikalische Unterhaltung.© Foto: Helmut Scheffler
König Martin Wieschus und Königin Marlies Weßel wagten ein Tänzchen auf dem Platz vor Nappenfeld´s.© Foto: Helmut Scheffler
Nach den Klängen der Blaskapelle „Einklang“ wurde eifrig geschunkelt.© Foto: Helmut Scheffler
Nach den Klängen der Blaskapelle „Einklang“ wurde eifrig geschunkelt.© Foto: Helmut Scheffler
Nach den Klängen der Blaskapelle „Einklang“ wurde eifrig geschunkelt.© Foto: Helömut Scheffler
Über die Erler Straße marschierten die Schützen in Richtung Marienheim.© Foto: Helmut Scheffler
Über die Erler Straße marschierten die Schützen in Richtung Marienheim.© Foto: Helmut Scheffler
Schützenfest in Uefte© Helmut Scheffler
Die Senioren des Marienheims freuten sich über den Besuch der Uefte-Overbecker Trachtenschützengilde.© Foto: Helmut Scheffler
Die Senioren des Marienheims freuten sich über den Besuch der Uefte-Overbecker Trachtenschützengilde.© Foto: Helmut Scheffler
Die Tanzpaare der Kindergruppe erfreuten die Senioren mit ihrer „Hölzken-Polka“.© Foto: Helmut Scheffler
Auf dem Platz vor dem Marienheim versammelten sich die Uefte-Overbecker Trachtenschützen.© Foto: Helmut Scheffler
Den „Flieger“-Tanz der Jugendlichen quittierten die Zuschauer mit tosendem Applaus.© Foto: Helmut Scheffler
Von den Mitarbeitern des Marienheims erhielten die Königin, die beiden Hofdamen und die Leiterin der Trachtentänzer einen Blumenstrauß.© Foto: Helmut Scheffler

Oder doch nicht? Einige Experten hatten mit dem Fernglas geschaut und abgewunken. „Da hängt noch was.“ Andere, ebenfalls mit Fernglas ausgestattet, sagten, der Vogel sei unten, da hänge nur noch das Halstuch des Vogels. Was er in diesem Moment gefühlt habe? Bernd Klevermann: „Das kann ich nicht beschreiben, nur zeigen“, sagte der 42-jährige Landwirt und deutete mit seiner rechten Faust ein pochendes Herz an.

„Bernd ist der König!“

Obwohl noch ein Anwärter halbherzig auf den vermeintlichen Rest des Vogels schoss, waren sich alle Anwärter einig: „Bernd ist der König!“

So kam es, dass Bernd Klevermann noch einmal antreten durfte zum Königsschuss, aber schon vorher als König feststand. Auf den Schultern ließ er sich anschließend vom Schützenvolk feiern. Zur Königin erwählte er Sabrina Ribbekamp (38, Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin). Ehrenpaare sind Stefan Ribbekamp und Petra Temmler sowie Matthias Temmler und Claudia Klevermann.

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