Xenia Munschau (15) ließ sich am Donnerstag vor dem Schermbecker Rathaus gegen Corona impfen. Die Gesamtschülerin nutzte wie viele andere Mitschüler die Gelegenheit, die das mobile Impfteam des Kreises Wesel geschaffen hatte. © Berthold Fehmer
Corona

Corona: Mobiles Impfangebot am Rathaus erreicht viele Schüler

Viele Schüler nutzten am Donnerstag die Chance, sich am Rathaus gegen Corona impfen zu lassen. DRK-Mitarbeiterin Alexandra Specht-de Fries: „Die Rückrunde läuft besser als die Hinrunde.“

Mit „Hinrunde“ meint Specht-de Fries die ersten Impftermine des mobilen Impfteams des Kreises in den Kreisstädten. Vor vier Wochen gab es einen solchen Termin im Schermbecker Abrahamhaus. Mit der Hoffnung auf mehr Laufkundschaft wurde der Ort nun für die „Rückrunde“ zum Rathaus verlegt, wo nun 145 geimpft wurden. Vier Wochen zuvor waren es 56.

Hochzufrieden beobachten Bürgermeister Mike Rexforth und Alexandra Specht-de Fries den Andrang vor den DRK-Zelten. „Es wurden über 500 Elternbriefe rausgegeben“, sagt Rexforth über die Gesamtschule Schermbeck. Alle Schüler ab 12 Jahren, die sich impfen lassen wollen, sind an diesem Tag von der Gesamtschule freigestellt. Dort hatte es zu Beginn des Schuljahrs einige Infektionen gegeben.

Die 15-jährige Xenia Munschau gehört zu den Schülern, die die Chance nutzten. Vor allem, „dass man sich nicht dauernd testen muss“, sieht Xenia Munschau als Vorteil. Mit ihrer Mutter war sie zum Impftermin erschienen. Viel erklären muss der Arzt nicht, bevor er zum Piks ansetzt. Natürlich mit dem Impfstoff von Biontech, weil dieser als einziger für Unter-18-Jährige zugelassen ist, wie Specht-de Fries erklärt.

Immer noch viele Erstimpfungen

Die elf Mitarbeiter des Impfteams haben fast durchgängig gut zu tun an diesem Tag. Es gebe immer noch viele Erstimpfungen, vor allem bei Jüngeren, aber auch Zweitimpfungen bei diesen Terminen, sagt Specht-de Fries über die „Rückrunde“. Manche Erwachsene wollen für die Erstimpfung den Impfstoff von Johnson & Johnson, aber die meisten lassen sich mit dem Impfstoff von Biontech impfen.

Warum die zweite Runde der mobilen Impftermine im Kreis Wesel besser angenommen wird? Specht-de Fries kann auch nur spekulieren. „Vielleicht wegen der Sommerferien?“ Sicher auch wegen der Empfehlung der Ständigen Impfkommission für alle ab 12 Jahren? Vielleicht auch wegen der Verschärfung der Regeln in Richtung 3G? Über die Motivation der zu Impfenden spreche man in der Regel nicht, so die DRK-Mitarbeiterin.

Schritt zur Impfung fällt nicht allen leicht

Dass der Schritt zur Impfung manchen nicht leicht fällt, wird auch an diesem Morgen deutlich. Eine ältere Dame will aufgrund einer Vorerkrankung zunächst mit einer Ärztin sprechen. Ein Mann, der in der Vergangenheit einmal üble Nebenwirkungen nach einer Spritze hatte, gibt zu: „Ich bin gerade 10 Minuten hier auf und ab gelaufen.“ Froh war er aber, als er sich dann überwunden und die erste Spritze erhalten hatte.

Im Gegensatz dazu würden einige bei den Terminen schon nach der dritten Impfung fragen, so Specht-de Fries. Das kann Rexforth bestätigen: Solche Anrufe gingen auch im Rathaus ein. Drittimpfungen seien bei den mobilen Impfterminen derzeit nicht möglich, so Specht-de Fries. Der nächste Termin am Rathaus ist am 30. September (Donnerstag) von 9 bis 14 Uhr.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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