Coronavirus

Corona: Kreis Wesel weitet seine Impfkapazitäten deutlich aus

Dass mehr Geschwindigkeit ins Impfen kommen muss, darüber sind sich derzeit wohl alle einig. Der Kreis Wesel darf nun den schon lange geforderten zweiten Impfstandort einrichten.
Obwohl schon Mitte Dezember das Impfzentrum in der Niederrheinhalle Wesel betriebsbereit war, soll erst ab Februar dort geimpft werden. © Helmut Scheffler (A)

Mit dem aktuellen Erlass zu Impfungen vom 1. März 2021 gab das Land NRW grünes Licht für Impfstraßen an Orten außerhalb der jeweiligen Impfzentren. „Das ist eine gute Botschaft, auf die wir lange hingearbeitet haben“, so Landrat Ingo Brohl. Der Kreis hatte einen linksrheinischen Impfstandort schon lange gefordert.

Einen Standort hat der Kreis bereits ausgewählt: Am St. Josef Hospital in Moers, wo auch ein privates, hochwertiges pharmazeutisches Labor angesiedelt ist, soll nun ebenfalls geimpft werden. Krisenstabsleiter Dr. Lars Rentmeister: „Sowohl das St. Josef Hospital als auch das Labor haben der Kreisverwaltung volle Unterstützung zugesagt, so dass wir einen zweiten Impfstandort unter Mitwirkung der Hilfsorganisationen und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) an dieser Stelle gut betreiben können.“

Zwei Impfstraßen in Moers

Die aktuelle Planung sieht dort zwei Impfstraßen vor. Der Aufbau wird in modularer Weise mit Zelten auf dem Parkplatz erfolgen. Der Kreis Wesel geht davon aus, dass der Impfstandort im April betriebsbereit ist. Durch die Erhöhung von vier auf sechs Impfstraßen im Impfzentrum in der Niederrheinhalle Wesel hat die Kreisverwaltung seine Impfkapazitäten in den letzten Tagen erhöht.

Um den Zulauf der zu Impfenden am Impfzentrum zu entzerren, öffnet der Kreis Wesel sein Impfzentrum für die AstraZenca-Impfungen nun zusätzlich an zwei weiteren Wochentagen (dienstags und donnerstags). Zudem wurde die Anzahl der mobilen Impfteams (AstraZeneca) von einem auf vier erhöht.

Hausarztpraxen einbeziehen

Krisenstabsleiter Dr. Lars Rentmeister: „Mit den getroffenen Entscheidungen zur Erweiterung des Impfzentrums, der Einrichtung eines zweiten Impfstandorts und dem Ausbau der mobilen Impfteams sowie den organisatorischen und personellen Maßnahmen werden wir besser und schneller den zur Verfügung stehenden Impfstoff in großer Anzahl verimpfen können. Allerdings brauchen wir auch dabei die Kassenärztliche Vereinigung. Perspektivisch muss es gelingen, dass auch in Hausarztpraxen geimpft werden kann.“

Die Kreisverwaltung Wesel arbeitet seit Eingang des 9. Impferlasses des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) intensiv an einem Zeitplan für die Umsetzung der ab dem 8. März nun impfberechtigten Personengruppen. „Dafür brauchen wir noch ein wenig Zeit,“ so Krisenstabsleiter Dr. Lars Rentmeister.

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