Corona: Kreis Wesel erwartet zunächst keine zusätzlichen Lockerungen

Coronavirus

Einkaufen, ohne vorher einen Termin zu machen: Das wäre bei einem stabilen Inzidenzwert unter 50 möglich. Der Kreis Wesel liegt knapp darüber, aber erwartet auch keinen Rückgang.

Schermbeck

, 10.03.2021, 09:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die steigende Anzahl von Schnelltests dürfte nach Einschätzung des Kreises Wesel zu erhöhten Inzidenzwerten führen.

Die steigende Anzahl von Schnelltests dürfte nach Einschätzung des Kreises Wesel zu erhöhten Inzidenzwerten führen. © epd

Wenn die Wocheninzidenz stabil unter 50 liegen würde, könnten weitere Lockerungsschritte erfolgen. „Sobald sich eine dauerhaft veränderte Inzidenz (sowohl unter 50 als auch über 100) für den Kreis Wesel abzeichnet, erfolgt in Abstimmung mit den kreisangehörigen Kommunen eine ortsbezogene Analyse der Infektionszahlen“, kündigt der Kreis Wesel an.

Dies sei erforderlich, da erfahrungsgemäß Ausbruchs- oder Clustergeschehen in einzelnen Kommunen oder auch Ortsteilen die Kreisinzidenz maßgeblich beeinflussen könnten. Im zweiten Schritt trete der Kreis Wesel dann in den Dialog mit dem Gesundheitsministerium ein, um eventuell sinnvolle Lockerungen oder Verschärfungen abzustimmen.

Mehr Tests führen zu höheren Inzidenzwerten

Michael Maas (Kreisverwaltung Wesel): „Mit der nun geltenden Coronavirus-Testverordnung des Bundes und der daraufhin ergangenen Landesregelungen sind seit dem 8. März wöchentlich kostenlose Schnelltests (POC-Tests) für alle Bürgerinnen und Bürger auch im Kreis Wesel möglich. Außerdem müssen nun erstmals seit Beginn der Pandemie auch positive Schnelltest-Ergebnisse (POC-Tests, nicht Selbsttests!) an das Gesundheitsamt übermittelt“ werden.

Dies führe aufgrund der Vielzahl der nun wahrscheinlich erfolgenden Testungen wahrscheinlich flächendeckend zu höheren Inzidenzwerten, erwartet Maas.

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