CDU will sich am Wahlprogramm messen lassen - das steht drin

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Ohne „Hirngespinste“ oder unhaltbare Versprechen, dafür „messbar“ soll das neue CDU-Wahlprogramm sein. Deshalb enthalte es auch keine Aussagen zu den Dauerbrennerthemen Wolf oder Ölpellets.

Schermbeck

, 13.08.2020, 14:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Slogan „Weiter. Gemeinsam. Erfolgreich“ geht die Schermbecker CDU in den Kommunalwahlkampf. „Am Anfang haben wir die Bürger befragt“, sagt Fraktionsvorsitzender Rainer Gardemann: „Wo drückt euch der Schuh?“ Herausgekommen ist nun ein sechsseitiges Programm, das sechs Themenfelder benennt.

An ihrem neuen Wahlprogramm will die CDU Schermbeck sich messen lassen. V.l.: Bürgermeister Mike Rexforth, Fraktionsvorsitzender Rainer Gardemann und Gemeindeverbandsvorsitzender Ulrich Stiemer.

An ihrem neuen Wahlprogramm will die CDU Schermbeck sich messen lassen. V.l.: Bürgermeister Mike Rexforth, Fraktionsvorsitzender Rainer Gardemann und Gemeindeverbandsvorsitzender Ulrich Stiemer. © Berthold Fehmer

Vereinsleben und Ehrenamt: Die geplanten Projekte des SV Schermbeck, TuS Gahlen und Wassersportvereins nennt die CDU, will sich aber auch für andere Vereine stark machen, die Investitionen in ihre Infrastruktur mit Hilfe des Förderprogramms „Moderne Sportstätten 2022“ planen. Wenn neue Förderprogramme aufgelegt würden, so Bürgermeister Mike Rexforth, „gehen wir aktiv auf die Vereine zu“.

Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit: Hier nennt die CDU unter anderem das Problem des Vandalismus, das man weiterhin mit einem privaten Sicherheitsdienst bekämpfen will. Bewährt hätten sich auch finanzielle Belohnungen für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, so die CDU.

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Bildung, Schule und Kindergärten: Nicht im Programm steht der geplante Caritas-Kindergarten. „Der Kindergarten kommt zum Borgskamp“, kündigt Rexforth jetzt schon an. Maxi-Kolbe-Schule und Rheinisch-Westfälischer Hof waren zwischenzeitlich als Orte dafür angedacht, doch die emissionsschutzrechtlichen Bedenken am Borgskamp seien nun ausgeräumt. „Wir werden es nicht bis Juli 2021 schaffen, so Rexforth, aber Ende 2021, „wenn der Kreis im Genehmigungsverfahren schnell mitspielt“, soll der Kindergarten fertig sein. Die Zusammenlegung der Grundschul-Standorte wird weiter verfolgt.

Finanzen: Die Schulden (rund 10 Millionen Euro) sollen weiter abgebaut werden, die Steuerhebesätze niedriger bleiben als in Dorsten, Hünxe oder Hamminkeln.

Infrastruktur: Die in Schermbeck höheren Zustimmungswerte zum Glasfaser-Ausbau im Außenbereich im Vergleich zu Hamminkeln und Hünxe führt Gardemann auf das hohe Engagement Rexforths und der Verwaltung zurück. Eine eigene Netzinfrastrukturgesellschaft für Strom, Wasser und Gas soll neue finanzielle Spielräume eröffnen. Ein Wirtschaftswegezweckverband soll das erarbeitete Konzept zur Wege-Sanierung umsetzen.

Planen, Bauen und Umwelt: Dass die Gemeinde die Wohnbauentwicklung und Grundstücksvermarktung wieder selbst in die Hand genommen hat, habe Zeit in Anspruch genommen, so Rexforth. „Ab 2020/21 ernten wir die Früchte unserer Arbeit.“ Bei einem Info-Stand am Dienstag stellte die CDU Pläne für Baugebiete und Wohnungsbau vor, die „weit über 100 Wohneinheiten für alle Altersklassen“ (Rexforth) bieten sollen.

Am Freitag (14. August) ist von 17 bis 19 Uhr ein CDU-Info-Stand an der Gaststätte Pannebäcker in Damm geplant: Thema: „Zukünftige Investitionen in Wirtschaftswege im Außenbereich“.

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