Auf einer Luftbildkarte des Schermbecker Ortskerns konnten die Besucher Mängel und Vorteile verschiedener Bereiche durch farbige Bausteine markieren. © Helmut Scheffler
Rahmenplan

Bürger haben schon erste Ideen zum Ortskern

Der Ortskern lag als großes Foto den Bürgern zu Füßen. Wie sich der Ort in den nächsten zehn Jahren entwickeln könnte, dazu hatten die Besucher bereits einige Ideen.

Die zweite Runde der Rahmenplan-Bürgerbeteiligung bot am Samstag Gelegenheit, die Pläne zu betrachten, die von den drei Planungsbüros „Junker + Kruse (Dortmund), Runge IVP (Düsseldorf) und „WBP“ (Bochum) vorgestellt wurden. Gruppenweise versammelten sich die Bürger um eine mehrere Quadratmeter große Luftbildkarte.

Die Besucher erhielten den Auftrag, gefärbte Bausteine an bestimmten Stellen der Karte zu positionieren. Grüne Bausteine sollten Qualitäten kennzeichnen. Rote Bausteine sollten Mängel zeigen und gelbe Steine waren für die Stellen vorgesehen, für die Verbesserungen oder eine neue Nutzung erbeten wurden. Parallel bestand die Möglichkeit, Änderungswünsche an Wandtafeln zu befestigen.

„Welche Qualitäten stecken in der Mittelstraße?“

„Welche Qualitäten stecken in der Mittelstraße?“, wurde auf der ersten Tafel erfragt. Auf die Vorplätze der Georgskirche und der Volksbank sowie den Altstadtcharakter der Mittelstraße wurde hingewiesen. Länger war die Auflistung dessen, was auf der Mittelstraße fehlt. „Boutiquen, aber keine Filialisten ansiedeln“, so ein Vorschlag. Hinzu kamen ein neues Café oder ein Gastronomiebetrieb im ehemaligen Café „Ännekens Tenne“, ein Lebensmittelmarkt an der Erler Straße, mehr „Außensitzplätze im Gastronomiebereich“, ein „Dorfpark, der für alle Bewohner Anlaufpunkt“ ist, die „Burg gastronomisch/touristisch nutzbar machen“ und die Ausweisung der Mittelstraße als „Fußgängerzone“.

Mängelliste

Auf der Tafel „Welche Mängel müssen dringend beseitigt werden?“ wurde der Platz knapp. Jemand bemängelte zu wenige Parkplätze. Die Straße Lichtenhagen solle nicht länger direkt am Mühlenteich vorbeiführen. Eine Verbindung zwischen Siegelhof und Bösenberg zum Rathaus und zur Schule wurde nahegelegt. Eine „Nordumgehung durch den Bruch“ wurde ebenso vorgeschlagen wie eine „Abbiegemarkierung“ beim Hotel „Zur Linde“.

Die „Marellenkämpe öffnen für den Durchgangsverkehr“ wurde ebenso empfohlen wie die „Ahornstraße öffnen“, über die ein Großteil des Verkehrs aus dem Umfeld des südlichen Kapellenweges direkt zur Dorstener Straße abgeleitet werden könnte. Die „Bushaltestelle am Marktplatz ist überflüssig“ stellte ein Besucher fest. „Der Straßenbelag wird rutschig für Radler, wenn es regnet“, stand auf einer Mängelkarte.

Vorstellung im Herbst

Über www.schermbeck.de

  • kann man sich online am Planungsprozess beteiligen oder per zugesandter Postkarte. Bis zum 2. Oktober findet am Rathaus eine Fensterausstellung statt. Am 24. September gibt es im Begegnungszentrum ab 18.30 Uhr eine Veranstaltung für Betriebe der Mittelstraße. Für Rückfragen gibt es eine Info-Hotline (02853/910-299) und eine E-Mail-Adresse (Buergerbeteiligung@schermbeck.de). Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden im Herbst vorgestellt.
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Freier Mitarbeiter
Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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