Bürgermeister Mike Rexforth und Michael Leisten von der Schermbecker Verwaltung sowie Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski und Bürgermeister Dirk Buschmann (v.l.) stellten den derzeitigen Planungsstand zum Glasfaser-Ausbau in den Außenbereichen der drei Orte vor. © Berthold Fehmer
Glasfaser

Beim Glasfaser-Ausbau wird um jeden Haushalt gerungen

Mit dem Spatenstich für den Glasfaser-Ausbau im Außenbereich in Hamminkeln, Hünxe und Schermbeck rechnet Bernd Romanski in diesem Jahr. Im Hintergrund wird noch um viele Haushalte gerungen.

Zu dritt hatten sich die Kommunen um den geförderten Glasfaser-Ausbau im Außenbereich beworben und den vorläufigen Förderbescheid bekommen. Der Hamminkelner Bürgermeister Bernd Romanski gibt zu, dass er damals vor drei Jahren gedacht habe, „dass das Thema relativ schnell laufen wird“.

Viel Zeit kostete jedoch die Ausschreibung, auch aufgrund eines Fehlers , der zu einer Neuausschreibung zwang. Zwischenzeitlich, so Romanski, habe der Fördergeber auch seine Bedingungen geändert. Bis zum 30. November soll nun der finale Förderantrag gestellt werden – doch nach wie vor ringen die Kommunen um jeden Haushalt, der zusätzlich angeschlossen werden könnte.

Das hängt mit einer Markterkundung zusammen, die vor dem Förderantrag die Telekommunikationsanbieter abfragte, ob sie planten, im Gebiet der Gemeinden in den kommenden drei Jahren einen Ausbau auf mindestens 30 Megabit pro Sekunde durchzuführen. Dadurch fielen einige Gebiete aus der Förderung, die jetzt wieder eine Chance auf einen kostenlosen Anschluss haben.

Ankündigung wird nicht eingehalten

Denn zum einen wurde bei einer neuen Abfrage nun deutlich, dass es diesen angekündigten Ausbau in einigen Bereichen nicht geben wird. Damit wurden die Haushalte dort wieder förderfähig, was insgesamt 242 in den drei Gemeinden betrifft. Davon mehr als 100 in Schermbeck.

Zudem arbeiten die Kommunen derzeit daran, den Telekommunikationsunternehmen an „strategisch guten Punkten“, wie Michael Leisten von der Schermbecker Verwaltung sie nennt, nachzuweisen, dass auch dort keine 30 Megabit ankommen. Dazu orientiert sich die Gemeinde an Leitungslängen ab der Verteilerstation, versucht in Kontakt zu den Haushalten dort zu kommen, um diese zu bewegen, ihre Internetgeschwindigkeit zu protokollieren. Mit diesen Nachweisen soll der Fördergeber dazu bewegt werden, weitere Haushalte, auch die um diese strategischen Punkte herum, als förderfähig einzustufen.

„Wir haben nur diese eine Chance“

„Wir haben nur diese eine Chance“, sagt Bürgermeister Mike Rexforth, der zugibt, dass viele Bürger nicht verstanden hätten, warum alles so lange dauere. Doch man hoffe, noch mehr als die 242 weiteren Haushalte förderfähig zu bekommen. Bis zum 15. Dezember, das habe man mit dem Fördergeber vereinbart, dürfe man noch Nachweise einreichen.

Jeder Haushalt dürfte um Anschlusskosten von 3500 Euro aufwärts herumkommen. „Wir werden, wo es nötig ist, Klinken putzen“, sagt Rexforth: „Keiner muss hier anrufen.“ Je mehr geförderte Trassen, sagt Michael Leisten, desto eher könne man auch nicht geförderte Adressen anschließen. Zu den geförderten Anschlüssen werden noch etwa 150 Dammer Haushalte kommen, die für bis zu 500 Euro angeschlossen werden.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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