Bei der „Juniorwahl“ ist bereits am Freitag Stichtag

Kommunalwahl 2020

Die erste Direktwahl des Ruhrparlaments bedeutet auch für einige Schüler der Gesamtschule eine Premiere. Bei ihrer „Juniorwahl“ kommen allerdings keine Wahlkabinen und -Urnen zum Einsatz.

Schermbeck

, 10.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Wahlkommission für die „Juniorwahl" an der Gesamtschule Schermbeck (v.l.): Juness Sawab (Q2), Paula Lensing (Q2), Jannes Hülsmann-Rottmann (9d) und Kevin Klaus (9d).

Die Wahlkommission für die „Juniorwahl" an der Gesamtschule Schermbeck (v.l.): Juness Sawab (Q2), Paula Lensing (Q2), Jannes Hülsmann-Rottmann (9d) und Kevin Klaus (9d). © Gesamtschule

Drei Politikklassen des 9. Jahrgangs und vier Zusatzkurse Sozialwissenschaften der Gesamtschule Schermbeck nehmen am schulübergreifenden Projekt teil, bei dem insgesamt 52 Schulen mitmachen. Dahinter steckt der überparteiliche und gemeinnützige Verein „Kumulus e.V.“, der solche Juniorwahlen seit 1999 organisiert und schon 3,8 Millionen Schüler zum Mitmachen animieren konnte.

Die Wahlsimulation an Schulen der Ruhrmetropole zur ersten Direktwahl des Ruhrparlaments 2020 wird ermöglicht durch Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbands Ruhr und Josef Hovenjürgen, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung.

Kommunalpolitik und Ruhrparlament

Seit Schuljahresbeginn bereiten sich Schülerinnen und Schüler auf die Teilnahme an der Wahlsimulation vor. Weil die Kommunalwahlen zeitgleich stattfinden, achten die Fachlehrerinnen und Fachlehrer, Anna Berg, Dennis Bulinski, Julius Göttsching, Christina Kloth, Maria Rüdiger, Sabina Wichmann-Lange, darauf, dass die Schüler ein generelles Verständnis des politischen Systems erlangen. Auch mit kommunalpolitischen Themen der Gemeinde setzten sich die Schüler auseinander und lernten die Funktion und Arbeitsweise des Ruhrparlaments kennen.

Besonders interessiert waren die Schüler am „Wahl-Kompass Ruhr 2020“, eine internetbasierte Wahlempfehlungsanwendung. Hier konnten die Schüler anhand ihrer Antworten die Übereinstimmung mit den Zielen der antretenden Parteien überprüfen.

Briefwahl statt Wahllokal

Ursprünglich sei eine wirklichkeitsgetreue Durchführung der Wahl geplant gewesen, so die Schule in einer Mitteilung: mit Wahllokal, Wahlurne und Wahlkabinen. Die Schüler hätten einen Wahlvorstand gebildet und mit ernannten Wahlhelfern die Wahl vorbereitet, begleitet und überwacht. Wegen der Corona-Pandemie wird die Wahlsimulation sicherheitshalber aber als Briefwahl durchgeführt. Ein Wahlausschuss aus Schülern sammelt die Wahlergebnisse ein, wertet sie aus und leitet das Ergebnis am Freitag (11. September) an den Veranstalter weiter.

Die Begeisterung für politische Teilhabe und das Verständnis für die Notwendigkeit, sich von Jugend an politisch einzubringen, habe die Teilnahme an der Wahlsimulation laut Aussage der Lehrer in jedem Fall gefördert. Mit Spannung erwarten die Schüler den „echten“ Wahlausgang am Sonntag, um zu sehen, in welchem Verhältnis ihre eigene Stimmabgabe zum Wahlergebnis stehen wird. Und wie sich die Schüler der anderen beteiligten Schulen entschieden haben.

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