Zwischen Östricher Straße und Kirchstraße soll der Mobilfunkmast aufgestellt werden. © Berthold Fehmer
Mobilfunk

5G-Mast für Gahlen: Doch die Reichweite könnte zum Problem werden

Für einen neuen Mobilfunkmast in Gahlen hat die Politik den Weg frei gemacht. Bestückt werden soll dieser mit 5G-Technik - doch fraglich ist, wie weit die Sendeleistung reicht.

Zur Reichweite des geplanten Funkmasts, den ein Unternehmen für die Telekom errichten will, wollte Rainer Eickelschulte, Leiter des Planungsamts, sich im Planungsausschuss nicht festlegen. Wie die Abdeckung sein werde, hänge vom Gelände ab.

Man wolle im gesamten Gemeindegebiet ein flächendeckendes Mobilfunknetz anbieten, sagte Bürgermeister Mike Rexforth. Es gebe nur ein Problem: „Jeder will eine entsprechende Versorgung, aber wenn es darum geht, die Masten zu planen, ist jeder dagegen.“ Man habe zum geplanten Mast auch zwei Alternativstandorte geprüft und Gespräche mit Eigentümern der Grundstücke geführt – ohne Erfolg. „Aber das betrifft auch die Bereiche Damm, Üfte oder Weselerwald.“

Der beantragte Standort zwischen Kirchstraße und Östricher Straße sei aufgrund der Lage und Versorgung mit Glasfaser und Strom gut geeignet, so Rexforth. Ein Großteil von Gahlen könne von dort versorgt werden, aber die Leistung werde „sicherlich nicht bis nach Besten ragen“.

Nur wenige hundert Meter?

Zur Reichweite von 5G-Masten findet man unterschiedliche Angaben – 4G (LTE) ist bei der Reichweite klar im Vorteil. Dabei gilt die Faustregel: Je höher die Frequenz auf der gesendet wird, desto niedriger die Reichweite. Dass es nur wenige 100 Meter bei 5G sein könnten, befürchtete Wilhelm Hemmert-Pottmann (CDU), der gleichzeitig die Wichtigkeit des Datenverkehrs herausstellte: „Junge Leute haben oft nur noch ein Handy.“

Auch er habe zuhause nur einen sehr schlechten Handyempfang, so Hemmert-Pottmann. „Falls du eine Fläche hast, die du uns zur Verfügung stellen möchtest für den Bau eines Funkmasts – sehr gerne“, entgegnete Rexforth.

Kleinere Wabenstruktur

Die Wabenstruktur im 5G-Netz sei deutlich kleiner, sagte Gerd Abelt, Stellvertreter des Bürgermeisters. Deshalb bedürfe es einer Vielzahl von Funkmasten, „die nicht unbedingt 40 Meter hoch sein müssen“.

Auf die Fragen, ob auch 4G-Technik (LTE) am Gahlener Mast angebracht werden könnte und ob andere Mobilfunkanbieter ebenfalls an dem Mast Sendeanlagen anbringen könnten, konnte die Verwaltung keine genaue Antwort geben. Möglich sei das.

Florian Schanz (SPD) fragte, ob der Funkmast eventuell mit den Planungen für Wohnmobilstellplätze kollidieren könne. Dies sei aufgrund der Entfernung wohl ausgeschlossen, erhielt er zur Antwort. Im Gegenteil könne es sein, dass die Wohnmobilisten froh sein dürften, eine ordentliche Funkverbindung zu bekommen.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
Zur Autorenseite
Berthold Fehmer

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.