Wenn die Unterbrechung der Bundesliga beendet ist, wollen die Schalker Profis topfit sein. Wie sie sich auf den Tag X vorbereiten, lesen Sie hier.

Gelsenkirchen

, 14.04.2020, 18:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den Osterferien war auf dem Vereinsgelände des FC Schalke 04 immer Hochbetrieb. Viele Familien nutzten die freie Zeit, um im Fanshop einzukaufen oder dem Training zuschauen. Doch wegen der Corona-Pandemie ist im Jahr 2020 alles anders. Das ist vor allem für diejenigen Schalker Spieler und Betreuer gewöhnungsbedürftig, die schon lange beim Bundesligisten unter Vertrag stehen.


Keine Zuschauer beim Training, die meisten Plätze sind gesperrt und die Bauarbeiten auf dem Vereinsgelände ruhen weitgehend, so stellten sich die Rahmenbedingungen auch am Dienstag dar. Dr. Andreas Schlumberger ist als Leiter Fitness und Prävention zwar erst seit dem Januar dieses Jahres für Schalke 04 tätig, doch auch der 53-Jährige muste sich an die ungewöhnliche Atmosphäre auf dem Trainingsgelände erst gewöhnen.


Trainingswoche mit voller Belastung


Die Unterbrechung der Saison ist gleichwohl auch eine Herausforderung für den gesamten Schalker Trainerstab. Denn es geht darum, Mascarell und Co. für den Tag X, wenn wieder gespielt werden kann, in eine gute körperliche Verfassung zu bringen. Das Training der Königsblauen ist darauf ausgerichtet, dass die Bundesliga-Saison beendet werden kann. „Dadurch, dass die Spieler fit und belastbar sind, können wir das Training sehr umfassend und mit einer gewissen Intensität durchführen“, betonte Schlumberger in einem Interview auf der Vereinshomepage.

Gleichwohl gibt es in der Trainingssteuerung wegen der Saisonunterbrechung Unterschiede. Schlumberger: „In einer normalen Bundesliga-Woche müssen wir stets die kommende Partie im Blick haben und die Belastung zum Ende der Woche zurückfahren, damit die Spieler genügend Frische und Explosivität für das Spiel am Wochenende haben. Jetzt haben wir aktuell den Vorteil, die Trainingswoche mit voller Belastung zu beenden, bevor die Spieler wieder etwas durchschnaufen können.“


Stück für Stück vortasten




Auch das vor einigen Wochen eingeführte Cyber-Training ist für den Schalker Fitnessexperten ein wichtiger Baustein, damit die Spieler leistungsfähig bleiben. „Es wurde uns bewusst, dass wir eine Form finden müssen, die in Richtung eines gewohnten Trainingsalltags geht: mit gemeinsamen Übungen, Kontakt untereinander, damit wir als Mannschaftssportler interagieren können, wie es auch David Wagner zuvor betont hatte“, so Schlumberger.


Mittlerweile darf Schalke in Kleingruppen mit bis zu sieben Spielern trainieren. Wann wieder „normal“ auf dem Platz mit Zweikämpfen und Körperkontakt geübt werden darf, ist offen. Die Königsblauen hoffen natürlich, dass dieser Tag nicht mehr weit entfernt ist. Schlumberger: „Jetzt sind wir mittlerweile im intensiveren Belastungsbereich und tasten uns Stück für Stück an das heran, was die Spieler in einer normalen Bundesliga-Woche umsetzen können müssen. Davon sind wir, zumindest körperlich, nicht mehr weit entfernt.“

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