Denn in der aktuellen Schalker Mannschaft stimmt so gut wie nichts. Aber: Das Beispiel Stuttgart zeigt, dass auch ein Kaderplaner noch lange nicht die Lösung aller Probleme bedeutet.

von Norbert Neubaum

Gelsenkirchen

, 22.04.2019 / Lesedauer: 2 min

Als sich Schalkes Spieler nach dem Spiel gegen Hoffenheim Richtung Nordkurve bewegten, glich das nicht zum ersten Mal einem Gang in den Beichtstuhl, bei dem der reuige Sünder auf Vergebung hofft. Das wäre schon das Maximale, das die S04-Profis in dieser Saison noch erwarten dürfen.

Es ist gar nicht mehr so leicht, das alles noch zu kommentieren. Denn diese Schalker Mannschaft ist auch auch an dieser Stelle schon so in alle Einzelteile zerlegt worden, wie es die meisten Gegner Woche für Woche tun. Und regelmäßig belegt diese nach Meinung vieler Beobachter schlechteste Schalker Mannschaft seit langer, langer Zeit, dass die zum Teil harte Kritik auch berechtigt ist.

„Früher“ machte das ein Manager

Weil die Gegenwart so trist ist, empfiehlt sich der Blick nach vorn. Da ist es nun offenbar fast überlebensnotwendig, einen Sportdirektor, Kaderplaner, Technischen Direktor und wen sonst noch alles zu verpflichten. Positionen, deren Arbeitsvolumen ein „richtiger“ Manager „früher“ mehr oder weniger alleine erledigt hat, in der aufgeblähten Bundesliga-Branche nun aber eine immer unentbehrlicher werdende Bedeutung genießen.

Man kann dazu stehen, wie man will, eines ist sicher: Verpflichtet Schalke einen Kaderplaner, steht der vor einer Herkules-Aufgabe. Denn in der aktuellen Mannschaft stimmt so gut wie nichts.

VfB noch schlechter als Schalke

Wer nun aber glaubt, ein Kaderplaner sei die Lösung aller Probleme, sollte nach Stuttgart schauen. Dort hat mit Michael Reschke einer der anerkanntesten Kaderplaner, der angeblich auch auf dem S04-Zettel steht, eine Mannschaft zusammen gestellt, die anscheinend noch schlechter als Schalke ist.

Und das will in dieser Saison wirklich etwas heißen.

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