In den vergangenen zwei Wochen hat sich Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider mit öffentlichen Aussagen zurückgehalten. Nun spricht er über die aktuelle Lage des FC Schalke 04.

Gelsenkirchen

, 02.11.2020, 13:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Steht Schalke 04 vor zwei sportlichen Schicksalsspielen?

Schneider: Schicksal ist gerade in diesen Zeiten ein zu großes Wort. Wir haben allerdings zwei eminent wichtige Partien vor der Brust, daran gibt es überhaupt keinen Zweifel. Wir wollen beide Partien unbedingt gewinnen.

Ist die Situation so dramatisch, dass Sie sagen: Wir müssen gewinnen, die Art und Weise ist mir egal?

Schneider: Für das Pokalspiel gilt, dass wir mit einer überzeugenden

Leistung siegen und die nächste Runde erreichen. Im folgenden

Bundesligaspiel wollen wir natürlich auch erfolgreich sein – ein Blick auf die Tabelle reicht aus, um die Brisanz zu erkennen. Auch für Mainz geht es um sehr viel.

Was macht Ihnen Hoffnung?

Schneider: Trainer Manuel Baum hat der Mannschaft eine gute defensive Struktur vermittelt. Nun gilt es aber auch, offensiv besser zu werden. Wir müssen in unseren Spielen mehr Mut an den Tag legen, mehr Wucht und mehr Zielstrebigkeit nach vorn entwickeln. Wenn du in

den Heimspielen gegen Union Berlin und Stuttgart jeweils nur ein Tor

schießt, wird es schwierig zu gewinnen, weil es in der Bundesliga immer passieren kann, ein Gegentor zu kassieren. Wir müssen jetzt endlich in der Offensive in die Pötte kommen. Und da sind alle zehn Feldspieler gefordert, nicht nur die Offensivkräfte.

Wie gehen Sie persönlich mit der nun aufkommenden Kritik auch an Ihrer Person um?

Schneider: Glauben Sie mir, ich bin in der aktuellen Situation völlig

unwichtig. Es geht einzig und allein um den FC Schalke 04. Unser Verein muss sich so schnell es geht sportlich stabilisieren, damit wir in der Tabelle wieder nach oben klettern können.

Hat der Aufsichtsrat den Vorstand offiziell damit beauftragt, ein Konzept für eine neue Rechtsform zu erarbeiten?

Schneider: Das ist aktuell überhaupt nicht mein Thema. Der komplette Fokus gilt unserer Profimannschaft. Wir müssen alle

Kräfte mit Blick auf unsere Truppe bündeln, um so schnell wie möglich wieder erfolgreicher Fußball zu spielen. Nur das zählt jetzt.

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