Warum Omar Mascarell auf Schalke stolz ist

Schalke 04

Omar Mascarell gehörte bis zu seiner Verletzung zu den Schalker Leistungsträgern. Wegen der Coronakrise hofft er auf sein Comeback noch in dieser Saison.

Gelsenkirchen

, 06.04.2020, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf Schalke zum Führungsspieler gereift: Omar Mascarell.

Auf Schalke zum Führungsspieler gereift: Omar Mascarell. © dpa

Nach dem 23. Bundesliga-Spieltag schien die Saison für Omar Mascarell gelaufen zu sein. Der Schalker Kapitän hatte sich eine schwere Adduktorenverletzung zugezogen. Doch wegen der Corona-Krise, die momentan eine Saison-Unterbrechung nach sich gezogen hat, hofft der Spanier, dass er seiner Mannschaft im Saisonendspurt doch noch helfen kann. Seine Laufstärke und Spielübersicht hat Schalke im bisherigen Saisonverlauf sehr geholfen.


In den vergangenen zwei Wochen hat sich der 27-Jährige allerdings nicht nur um seine Fitness Gedanken gemacht. Beim Heimaturlaub inklusive Rehamaßnahmen in Teneriffa wurde der Spanier mit der äußerst schwierigen Lage auf der iberischen Halbinsel wegen der Corona-Pandemie hautnah konfrontiert. „In Spanien ist die Situation sehr angespannt. Ich habe den ganzen Tag mit meiner Mutter und meinem Bruder zu Hause verbracht, da wir in Spanien nur aus sehr guten Gründen, wie den Besuch des Supermarktes oder einer Apotheke, das Haus verlassen dürfen,“ erzählte Mascarell in einem Interview auf der Klub-Homepage.


Besuch in der Heimat unter schwierigen Vorzeichen



Viele Familienmitglieder nicht sehen zu können, sei „hart“ für ihn gewesen. Wegen der Einschränkungen in seiner Heimat sei er „früher als geplant zurück nach Deutschland gereist, um hier weiter an meiner Genesung zu arbeiten.“

Mit der medizinischen Abteilung der Königsblauen stand Mascarell während seiner Zeit in Teneriffa in fast täglichem Austausch. Seine Fitness werde „von Tag zu Tag besser. Das stimmt mich glücklich und optimistisch.“



Den freiwilligen Prämien- und Gehaltsverzicht hat der Schalker Kapitän sofort unterstützt. „Diese Aktion macht mich einmal mehr stolz, Teil dieses großartigen Teams und dieses einzigartigen Vereins zu sein. Jeder hier im Klub hat die Situation schnell verstanden und war bereit zu helfen. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass uns das alles noch enger zusammenschweißt – falls das überhaupt möglich ist – und wir stärker aus dieser Situation herauskommen werden“, sagte Mascarell und betonte, dass er als Kapitän für diese Entscheidung keinerlei Überzeugungsarbeit bei seinen Teamkollegen leisten musste.

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