Tönnies als Aufsichtsratsvorsitzender bestätigt

Nach Wiederwahl

Direkt nach der Mitgliederversammlung am Sonntag hat der Schalker Aufsichtsrat den wiedergewählten Clemens Tönnies auch als Aufsichtsratsvorsitzenden bestätigt. Das teilte der FC Schalke 04 am Montag mit. Sein Stellvertreter bleibt Dr. Jens Buchta. Hier finden Sie die Besetzung der Ausschüsse.

GELSENKIRCHEN

von Von Frank Leszinski und Norbert Neubaum

, 27.06.2016 / Lesedauer: 3 min
Tönnies als Aufsichtsratsvorsitzender bestätigt

Bilder der Mitgliederversammlung auf Schalke.

Update, Montag 11:14 Uhr

Wirtschaftsausschuss: Clemens Tönnies, Dr. Jens Buchta, Ulrich Köllmann

Eilausschuss für sportliche Entscheidungen: Clemens Tönnies, Peter Lange

Beteiligungsausschuss der Gesellschaften: Dr. Armin Langhorst, Heiner Tümmers

Dem Aufsichtsrat gehören zudem Sergey Kupriyanov, Dirk Metz, Axel Hefer, Thomas Wiese und Dr. Andreas Horn an.

 

Ursprüngliche Meldung: Tönnies erneut in Schalker Aufsichtsrat gewählt

Fünf Minuten nach dem Ergebnis der Schalker Aufsichtsratswahlen erhielt Clemens Tönnies eine der ersten Glückwunsch-SMS. Absender war Schalkes Ex-Manager Horst Heldt, der Tönnies zur Wiederwahl beglückwünschte. Das war die für viele Mitglieder wichtigste Entscheidung in der knapp fünfstündigen Versammlung.

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Bilder der Mitgliederversammlung auf Schalke

Bilder der Schalker Mitgliederversammlung.
26.06.2016
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Bilder der Mitgliederversammlung auf Schalke.© Foto: dpa
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Tönnies hielt eine emotionale Rede unter wenigen Pfiffen und mehrfachem Applaus, die jedoch die deutliche Mehrheit der 9447 stimmberechtigten Mitglieder in der Veltins-Arena überzeugte. „Ich liebe Schalke über alles. Deshalb möchte ich meine Arbeit im Aufsichtsrat fortsetzen. Wir haben mit Christian Heidel den besten Manager bekommen. Ihm möchte ich den Rücken stärken. Ab sofort will ich mich in der Tabelle mit denen beschäftigen, die über uns stehen, nicht mit denen, die hinter uns stehen,“ so der 60-Jährige, der seit 1994 dem Schalker Aufsichtsrat angehört und seit 2001 Vorsitzender dieses Gremiums ist.

Meiste Stimmen für Peter Lange

Den „kleinen Denkzettel“ konnte Tönnies locker verschmerzen, dass er diesmal nicht die meisten Stimmen der zur Wahl stehenden Aufsichtsräte bekam, sondern Peter Lange (5684 Stimmen). Doch Tönnies wurde mit 5367 Stimmen wiedergewählt. Ohne Chance waren Michael Stallmann (2565 Stimmen) und Andreas Gossmann (1680).

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Damit entpuppte sich die wesentlich von den drei Aufsichtsräten Dr. Andreas Horn, Thomas Wiese und Axel Hefer in den vergangenen Monaten initiierte Revolte gegen Tönnies als „Sturm im Wasserglas.“ Die Schalker Mitgliederversammlung verlief harmonisch, was auch dem neuen Sportvorstand Christian Heidel zu verdanken war. Er hatte gleich zu Beginn der Veranstaltung appelliert: „Wir müssen heute das tun, was am besten für den Verein ist.“

Heidel beschwört Einigkeit

Damit beschwor er die Rückkehr zur Einigkeit vor allem im Aufsichtsrat, der mit seiner Außendarstellung in den vergangenen Monaten dem Verein enorm viel geschadet hatte. Für Dr. Horn gab es ein Pfeifkonzert, als er sich verteidigen wollte. Wie es um die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat bestellt ist, wird man abwarten müssen. Tönnies: „So kann es nicht weiter gehen. Allen meinen Kritikern möchte ich die Hand reichen, damit wir zusammenstehen und die angreifen, die in der Tabelle vor uns stehen.“ Der Machtkampf im Aufsichtsrat scheint jedoch zugunsten von Tönnies entschieden.

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Viele positive Nachrichten für Schalke gingen etwas unter. So konnte Heidel den Wechsel von Breel Embolo vom FC Basel als perfekt verkünden. „RB Leipzig und Manchester City wollten ihn haben, doch wir haben eines der begehrtesten europäischen Talente bekommen“, freute sich Heidel über seinen zweiten Transfer-Coup nach der Verpflichtung von Naldo.

Teuerster Transfer der Vereinsgeschichte

Es ist allerdings der teuerste Transfer der Schalker Vereinsgeschichte. Die Ablösesumme beträgt rund 20 Millionen Euro und kann aufgrund von Bonuszahlungen auf bis zu 27,5 Millionen Euro steigen. Bisher hatten die Königsblauen für Stürmer Klaas-Jan Huntelaar (14 Millionen Euro) das meiste Geld ausgegeben.

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In welchen Dimensionen sich Schalke mittlerweile finanztechnisch bewegt, machte auch der Bericht von Marketing-Vorstand Alexander Jobst deutlich. Für den neuen Vertrag mit Hauptsponsor Gazprom, der bis 2022 läuft, kassiert Schalke mindestens 120 Millionen Euro, verriet Jobst.

Clemens Tönnies hat den Bau eines neuen Museums für Schalke 04 angekündigt. Zu diesem Zweck will der 60-Jährige eine Stiftung gründen. Das Museum soll in direkter Nachbarschaft zur alten Schalker Heimat, der Glückauf-Kampfbahn, entstehen.