Am 20. November 2010 feiert der FC Schalke 04 im „Duell der Frustrierten“ einen 4:0-Erfolg gegen Werder Bremen. Raul schießt Schalke mit einem Dreierpack aus der Krise.

Gelsenkirchen

, 20.11.2020, 07:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bevor der Spanier mit seinen Treffern (45./56. und 71. Minute) die Fans verzückt, hat Christoph Metzelder, ein weiterer früherer Real-Profi aus Madrid, das Feuer eröffnet und mit Hilfe des gegnerischen Torhüters Tim Wiese sein erstes Tor für Schalke erzielt (22.).

Die Schalker Fans singen: „Oh, wie ist das schön.“ Die Bremer, die in der Abwehr desolat wirken, machen es den Gastgebern, die sich nur anfangs etwas schwer tun, aber auch äußerst leicht. Bei Werder leuchtet lediglich das Orange der Auswärtstrikots. Und die Gelb-Rote Karte beim Platzverweis für Philipp Bargfrede (85.). „Wir sind sehr erleichtert“, sagt der damalige Schalker Trainer Felix Magath.

Magath greift hart durch

Er hat nach den zuletzt schwachen Leistungen seiner defensiven Mittelfeldspieler hart durchgegriffen und die Doppelsechs neu formiert. Jermaine Jones fliegt aus dem Kader, Ivan Rakitic sitzt auf der Bank, Peer Kluge und Joel Matip rücken in die Startelf.

Werder ist als grauer Tabellen-Elfter angereist, Schalke geht als Sechzehnter mit noch größeren Sorgen in die Partie, aber auch mit der leicht ansteigenden Tendenz, die sich angesichts von vier Punkten aus den beiden Spielen gegen St. Pauli und Wolfsburg angedeutet hat.

Nach seinem dritten Tor übt sich Raúl als Pantomime. Der Spanier stellt die Bewegung eines Toreros nach, der mit seinem Tuch einen Stier zum Kampf reizt. Er hat zuvor mit einem traumhaften Lupfer den 4:0-Endstand hergestellt und darf dann frühzeitig zum Duschen. Die Ovationen von den Rängen begleiten den Spanier.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt