Das Corona-Virus macht es notwendig: Die Derby-Vorbereitung des FC Schalke 04 ist eine völlig andere als in normalen Zeiten. Seit Sonntag gibt es für die Spieler nur zwei Aufenthaltsorte.

Gelsenkirchen

, 13.05.2020, 12:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die ungewöhnlichste Derby-Vorbereitung der Schalker Vereinsgeschichte begann am vergangenen Sonntagabend. Da bezogen der Spieler-, Trainer- und Betreuerstab, der insgesamt 43 Personen umfasst, das Hotel „Courtyard“ auf dem Vereinsgelände.


Nach einem genauen Zeitplan über mehrere Stunden verteilt checkte die Delegation des Bundesligisten in das Vier-Sterne-Hotel ein, wo Schalke mehrere Etagen für sich gebucht hat. Jede Person hat ein Einzelzimmer. Oberster Gebot bis zum Samstag: Abstand halten.

Vier Nachwuchsspieler sind dabei


Beim Essen hat jeder Spieler einen festen Platz. Alle drei Tage steht ein Corona-Test auf dem Programm. Sollte es mehrere positive Fälle geben oder das Verletzungspech zurückkehren, ist Schalke mit den Nachwuchsspielern Can Bozdogan, Jason Ceka, Jonas Hofmann und Jimmy Kaparos gewappnet. Damit setzt der Bundesligist die Maßgabe der Deutschen Fußball-Liga um, für einen ausreichend großen Kader in Korona-Zeiten zu sorgen.


Erst wenn sie den Trainingsplatz erreicht haben, nehmen die Spieler ihren Mundschutz ab. „Jedes Training ist wie ein Geisterspiel“, erzählt Daniel Caligiuri. Gerade in einer Derby-Woche sind es die Spieler gewohnt, dass viele Schalke-Fans bei den Übungseinheiten zuschauen. Auch das ist diesmal ganz anders.



Große Verantwortung


Ansonsten hat sich Daniel Caligiuri mit Büchern und Filmen eingedeckt, um die Zeit zwischen den Trainingseinheiten zu überbrücken. Erst nach dem Derby in Dortmund dürfen die Schalker Spieler wieder nach Hause. Sicherheitsvorkehrungen gegen das Coronavirus haben allerdings auch nach der Partie in Dortmund oberste Priorität.

„Das häusliche Umfeld der Spieler wird auch danach ein geschlossener Kreis sein, auch wenn keine offizielle Quarantäne mehr besteht“, betont Sportvorstand Jochen Schneider, der den Spielern und deren Familien genauestens vor Augen geführt hat, welche Verantwortung sie mit sich tragen.

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