Den Sprung an die Tabellenspitze hat Schalke verpasst - auch, weil viele Profis nicht die Leistung der Vorwoche abrufen konnten. Hier unsere Einzelkritik.

Gelsenkirchen

, 05.10.2019, 21:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alexander Nübel: 20 Minuten lang war der Keeper, der sich unter der Woche mit Adduktorenproblemen herumgeplagt hatte, so gut wie gar nicht gefordert. Dann rettete er in der 21. Minute spektakulär mit der Brust gegen Kölns Ehizubue. In der zweiten Hälfte war er dann wieder weniger gefordert – in der 90. Minute rettet er erst gegen Modeste, der anschließende Eckball führte dann aber zum Ausgleich. Note 2,5

Jonjoe Kenny: Der englische Außenverteidiger hat auch schon bessere Spiele für Schalke absolviert. In der 15. Minute hatte er Glück, dass sein schlimmer Fehlpass ohne Folgen blieb. In der 19. Minute sah er Gelb. In der zweiten Halbzeit konnte er sich steigern. Note 3,5

Benjamin Stambouli: Er hatte gemeinsam mit seinem Innenverteidiger-Kollegen die meisten Ballkontakte – meist wurde dann aber nach hinten gespielt, zum Spielaufbau konnte er wenig beitragen. Leistete sich keine folgenschweren Fehler, blieb aber weit unter seinem Niveau. Note 4,0

Serdar bester Schalker, Burgstaller verpasst die Vorentscheidung

Vorarbeit zum 1:0: Salif Sané. © dpa

Salif Sané: Für ihn gilt das gleiche wie für Stambouli: Viele Ballkontakte, bei denen aber kaum etwas heraussprang. Ließ nach hinten wenig anbrennen, handelte sich aber kurz vor der Halbzeitpause eine unnötige gelbe Karte ein. Dafür legte er in der 71. Minute für Serdar das 1:0 auf. Note 3,0

Bastian Oczipka: Er konnte seinen Aufwärtstrend der letzten Spiele nicht fortsetzen. Das Zusammenspiel mit Amine Harit auf der linken Seite hakte allzu oft. Note 4,0

Suat Serdar: Ein Lichtblick im Schalker Spiel: Wenn er sich den Ball schnappte, konnte er zumindest ansatzweise für ein wenig Gefahr vorm Kölner Tor sorgen. Auf Serdars Konto ging der erste Schalker Torschuss in der 18. Minute, auch in der 42. Minute fasste er sich ein Herz und zog einfach einmal ab. In der 72. Minute krönte er seine Leistung mit dem Tor zum 1:0. Note 2,0

Omar Mascarell: Dem Spanier gelang gegen Köln auch nicht so viel wie zuletzt noch gegen Leipzig. Er leistete sich viele Flüchtigkeitsfehler – gegen den Kölner Abwehrbeton fiel ihm auch kein rechtes Mittel ein. Note 4,0

Daniel Caligiuri: Nach der Pause in Leipzig durfte „Calli“ dieses Mal wieder von Beginn an mitspielen. Auch ihm gelang nicht sonderlich viel, weder aus dem Spiel heraus noch durch seine Standards. Zu Beginn der zweiten Halbzeit sorgte er zweimal mit Flanken von der Grundlinie für Gefahr. In der 61. Minute wurde er für Ahmed Kutucu ausgewechselt. Note 3,0

Amine Harit: Dieses Mal wartete das Schalker Publikum vergeblich auf einen Geistesblitz des Marokkaners. Er lief zwar viel und holte sich seine Bälle zum Teil tief in der eigenen Hälfte, doch Zählbares sprang dabei nicht heraus. Vergab in der 75. Minute die Chance zur Vorentscheidung. Note 3,5

Guido Burgstaller: Vergab in der 55. Minute die bis dahin größte Chance der Schalker, als er aus fünf Metern neben das Tor traf – er hat eben einfach zurzeit kein Glück. „Mentalitätsmonster“ hin oder her: Allmählich sollte der Stürmer mal das Tor treffen. In der 88. Minute traf er das leere Tor nicht, schoss an den Pfosten und vergab so den Sieg. Note 4,5

Serdar bester Schalker, Burgstaller verpasst die Vorentscheidung

Verpasste die Vorentscheidung: Guido Burgstaller. © picture alliance/dpa

Mark Uth: Der gebürtige Kölner kam gegen den Klub aus seiner Heimatstadt zu seinem zweiten Startelfeinsatz – konnte das Vertrauen von Trainer David Wagner aber nicht zurückzahlen. In der 25. Minute holte Wagner ihn in einer Behandlungspause an die Linie und sprach lange mit ihm. Erfolglos: Uth blieb schwach und wurde in der Halbzeit ausgewechselt. Note 5,0

Serdar bester Schalker, Burgstaller verpasst die Vorentscheidung

Zu oft zweiter Sieger: Mark Uth. © imago

Weston McKennie: Kam in der 46. Minute für den schwachen Mark Uth und sorgte erst einmal für frischen Wind. Note 3,0

Ahmed Kutucu: Kam in der 61. Minute für Daniel Caligiuri, ohne Note

Schlagworte: