Sebastian Rudy kehrt ohne Einsatzminute nach Schalke zurück

Schalke 04

Sebstian Rudys Bilanz der Länderspiele gegen die Niederlande und Frankreich fällt ernüchternd aus: Beide Partien verfolgte er von der Bank aus. Trost gab es von Ralf Fährmann.

Gelsenkirchen

, 17.10.2018 / Lesedauer: 3 min
Sebastian Rudy kehrt ohne Einsatzminute nach Schalke zurück

Rudy ratlos: Auch in der Nationalmannschaft blieb dem Schalker nur der Platz auf der Bank. © dpa

Seine Rückkehr in den Kreis der Nationalelf hatte sich Sebastian Rudy sicher anders vorgestellt. In der vergangenen Woche hatte seine Nominierung für die beiden Länderspiele gegen die Niederlande und Frankreich noch für Verwunderung gesorgt. Im Endeffekt bliebt Rudy ohne eine einzige Einsatzminute und verfolgte die beiden Niederlagen der Nationalmannschaft von der Bank aus.

Fährmann: „Ein Tapetenwechsel tut immer gut“

Anders vorgestellt hatten sich das auch Schalkes Verantwortliche. Die drei erfolgreichen Spiele der Schalker gegen Mainz, Moskau und Düsseldorf hatte Rudy ebenfalls nicht mitgemacht – jetzt hatte Trainer Domenico Tedesco darauf gehofft, dass Rudy in der Nationalelf ein wenig Spielpraxis hätte bekommen können, denn auf Schalke konnte der Ex-Münchener bekanntlich noch nicht so richtig Fuß fassen.

Doch daraus wurde nichts: Wenn Rudy am Donnerstag auf Schalke wieder ins Mannschaftstraining einsteigt, hat er maximal ein paar neue Trainingseindrücke sammeln können. Wobei die auch nicht schaden dürften, glaubt man Ralf Fährmann: „Ein Tapetenwechsel tut jedenfalls immer gut“, sagt der Keeper.

Sebastian Rudy kehrt ohne Einsatzminute nach Schalke zurück

Durfte gegen die Niederlande 68 Minuten lang ran: Mark Uth. © dpa

Immerhin 68 Minuten Spielzeit kann Mark Uth vorweisen: Der Stürmer feierte gegen die Niederlande seine Premiere in der Nationalmannschaft. Wobei „feiern“ wahrscheinlich das falsche Wort ist: Das 0:3 gegen „Oranje“ war das deutlich schwächere Spiel der beiden Partien, und auch, wenn Uth durchaus gute Ansätze zeigte, wartet er immer noch auf sein erstes Saisontor. „Irgendwann wird er sich auch mal auf Schalke mit einem Tor belohnen“, ist sich Ralf Fährmann sicher, der mit Blick auf Rudy und Uth sagt: „Wir brauchen beiden in den kommenden Wochen.“

Fährmann hat kein Verständnis für Kritik an Manuel Neuer

Kein Verständnis hat Schalkes Torwart übrigens für die massive Kritik, die vor allem nach dem Niederlande-Spiel über Manuel Neuer hereingebrochen ist. „Manuel war mehrfach Welttorhüter, er hat eine ganze Generation von Torhütern geprägt: Dass man ihn jetzt so kritisiert, habe ich nicht ganz verstanden“, schüttelt Fährmann den Kopf. „In anderen Ländern werden Leute wie Gianluigi Buffon oder Iker Casillas verehrt – wir Deutschen neigen da wohl schnell zur Kritik.“ mh

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