Schalkes Alessandro Schöpf debütiert für Österreich

Drei Minuten Glück

Er hat nur drei Minuten gespielt, aber das war ihm vollkommen egal. Hauptsache, Alessandro Schöpf war dabei. Der Schalker Winter-Neuzugang war nur glücklich, dass er beim 2:1-Erfolg der österreichischen Nationalmannschaft im Freundschaftsspiel gegen Albanien sein Debüt feiern durfte. Und ein klein wenig träumt der 22-Jährige nun von der EM-Teilnahme.

GELSENKIRCHEN

28.03.2016, 20:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alessandro Schöpf (r.) nimmt Tempo auf: Der eingewechselte Schalker gab sein Debüt im Nationaldress.

Alessandro Schöpf (r.) nimmt Tempo auf: Der eingewechselte Schalker gab sein Debüt im Nationaldress.

Das sagt Schöpf zwar nicht öffentlich, aber wer es bis in die Nationalelf seines Landes gebracht hat, dessen sportlicher Ehrgeiz sollte so ausgeprägt sein, um das nächste Ziel anzupeilen. „Damit ist für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen“, gab Schöpf einen Einblick in seine Gefühlswelt.

Ordentliche Bilanz

Österreichs Nationalelf sei ein „sehr gutes Team. Umso aufregender ist es für mich, dass ich jetzt dabei sein darf“, sagte der Schalker Spieler. Trainer Breitenreiter zeigte sich vom Potenzial des Stürmers, der auf beiden Außenbahnen, aber auch im Zentrum spielen kann, überzeugt und kündigte an: „Ich will ihm helfen, Nationalspieler zu werden.“

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Das ist gelungen, und auch in der Bundesliga hat Schöpf sich schnell zurechtgefunden. Zwei Tore und zwei Assists sind eine ordentliche Bilanz, wenngleich der selbstkritische Schöpf einräumt: „Ich muss in den Zweikämpfen aggressiver werden und mein Kopfballspiel verbessern.“ Heute trifft Österreich in einem weiteren Test auf die Türkei.

Avdijaj kein Thema für die EM

Donis Avdijaj muss dagegen seine Hoffnungen auf eine EM-Teilnahme begraben. Trotz seiner kürzlich verkündeten Entscheidung, für das Nationalteam Albaniens auflaufen zu wollen, hat der an den österreichischen Bundesligisten Sturm Graz ausgeliehene junge Schalker keine Chance auf eine baldige Nominierung. Albaniens Nationaltrainer Gianni De Biasi stellte klar: „Donis Avdijaj ist für die EM kein Thema. Erst für die Qualifikation zur WM 2018 in Russland fassen wir ihn ins Auge.“

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Die WM-Teilnahme dürfte für Klaas-Jan Huntelaar kein Thema mehr sein. Der Schalker Mittelstürmer wird im August bereits 33 Jahre alt. In dieser Saison läuft es nicht rund für den Routinier, so dass sich die Spekulationen um einen vorzeitigen Abschied am Saisonende häufen. Ajax Amsterdam soll Interesse am „Hunter“ haben, der in der „Elftal“ um einen Stammplatz kämpfen muss.

Cillessen bricht sich die Nase

Gegen Frankreich (2:3) saß Huntelaar 90 Minuten auf der Bank, am Sonntag beim Training verletzte der Mittelstürmer auch noch bei einem unglücklichen Zusammenprall Torwart Jasper Cillessen, der sich einen Nasenbeinbruch zuzog. Dumm gelaufen für Huntelaar, der nun hofft, wenigstens am Dienstag im Wembley-Stadion gegen England zum Einsatz zu kommen.