Schalker US-Boy McKennie startet durch

"Will ein Zweikampfmonster sein"

Die Bundesligasaison ist zwar noch jung, doch lässt sich bereits ein Spieler im Kader des FC Schalke 04 als Gewinner charakterisieren. Denn Weston McKennie ist auf dem besten Weg, sich zum Stammspieler bei den Königsblauen zu entwickeln.

Gelsenkirchen

26.09.2017 / Lesedauer: 3 min
Schalker US-Boy McKennie startet durch

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem FC Schalke 04.

 In den letzten beiden Bundesligaspielen gegen die Bayern und Hoffenheim stand der 19-Jährige in der Startelf. „Ich bin schon etwas stolz darauf, dass ich das geschafft habe. Aber ehrlich gesagt wäre es mir noch lieber gewesen, wenn wir unsere Spiele auch gewonnen hätten,“ sagte der Mittelfeldspieler, nachdem Schalke unglücklich mit 0:2 gegen Hoffenheim verloren hatte.

Wie es sich für einen US-Boy gehört, begann McKennie seine sportlichen Aktivitäten jedoch nicht mit Fußball, sondern in Virginia mit American Football. Doch als sein Vater John als Armeesoldat in Deutschland stationiert wurde, kam er das erste Mal mit Fußball in Berührung. Als die Familie nach drei Jahren in Deutschland nach Texas zurückkehrte, machte der damals zehnjährige McKennie mit Fußball und American Football weiter.

"Mein Vater war skeptisch"

Als er einige Jahre später vom Schalker Interesse erfuhr, ihn zu verpflichten, kehrte er nach Deutschland zurück. „Mein Vater war anfangs skeptisch. Er war eher dafür, dass ich aufs College gehe und meinen Abschluss mache. Ich habe ihn dann aber gemeinsam mit meiner Mutter überredet“, erzählte der Jungprofi kürzlich im „Schalker Kreisel“.

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Bundesliga, 6. Spieltag: TSG 1899 Hoffenheim - FC Schalke 04 2:0 (1:0)

Bilder der Bundesligapartie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem FC Schalke 04.
23.09.2017
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem FC Schalke 04.© Foto: dpa
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem FC Schalke 04.© Foto: dpa

Längst sind alle Familienmitglieder zu Schalke-Fans mutiert. „Sie fiebern in den USA mit und sehen sich alle Schalke-Spiele live an“, erzählte der jüngste Profi im Kader der Königsblauen. Dass McKennie sich schnell auf Schalke integrieren konnte, hängt auch mit seiner Sprachbegabung zusammen. Neben seiner Muttersprache und deutsch spricht McKennie auch spanisch und will bald französisch lernen.

Offensiv verteidigen

Nachdem er bereits in der vergangenen Bundesligasaison am letzten Spieltag gegen den FC Ingolstadt erstmals ein paar Minuten Bundesligaluft schnuppern durfte, genießt der Youngster unter Domenico Tedesco einen ungleich höheren Stellenwert. „Er hat diesen Willen, offensiv zu verteidigen. Und seinen Job hat er super-super gut gemacht,“ schwärmte der Schalker-Trainer geradezu nach dem Heimspiel gegen die Bayern.

Doch für McKennie ging es in seinem ersten Schalke-Jahr nicht nur nach oben. Das dramatische Halbfinale mit der A-Jugend, die im Kampf um die Deutsche Meisterschaft nach Elfmeterschießen gegen die Bayern ausschied, hat ihn noch lange beschäftigt. „Diese Niederlage war herzzerreißend“, so der 19-Jährige.

Heidel schwärmt

Deutschland ist mittlerweile sein zweites Zuhause, aber McKennie gibt zu, dass er das amerikanische Essen vermisst. Und auch sein Appetit auf sportliche Erfolge ist unvermindert groß. „Ich will ein Zweikampfmonster sein“, kündigte er kürzlich an. Christian Heidel will die Erwartungen an den US-Boy nicht zu groß werden lassen, aber auch der Sportvorstand ist überzeugt davon: „An Weston werden wir noch sehr viel Freude haben.“

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