Schalke wehrt sich gegen schwarz-gelbes Posthorn auf dem Trikot

Schalke 04

Da hätten sich die Fans beschwert: Schwarz-Gelb auf dem Schalke-Trikot geht natürlich gar nicht. Ein klein wenig muss der Verein aber trotzdem in den sauren Apfel beißen...

Gelsenkirchen

, 17.01.2019 / Lesedauer: 3 min
Schalke wehrt sich gegen schwarz-gelbes Posthorn auf dem Trikot

Logo in den „verbotenen Farben“: Gegen das schwarzgelbe Posthorn auf dem Trikot (hier ein Archivbild mit dem damaligen Bayern-Trainer Pep Guardiola) hat sich Schalke gewehrt. © imago

Seit der Saison 2017/18 dürfen die Bundesligavereine ihre Trikotärmel eigenständig vermarkten. Als einer der ersten Klubs ergriff S04 damals die Gelegenheit und präsentierte mit dem Online-Supermarkt „AllyouneedFresh“, einem Tochterunternehmen der „Deutsche Post DHL Group“, einen neuen Partner, dessen Logo seitdem auf dem Ärmel zu sehen ist.

Diese Premium-Partnerschaft, die vertraglich langfristig angelegt ist, wird nun zwangsläufig eine Änderung erfahren: Die „Deutsche Post DHL Group“ hat „AllyouneedFresh“ verkauft, um sich laut eigenen Angaben wieder mehr auf das deutsche Post- und Paketgeschäft konzentrieren zu können. Dementsprechend stellte der Konzern auch sein Sponsoring-Engagement sukzessive auf Deutsche Post und DHL um, beispielsweise auf den LED Banden in der Veltins-Arena oder auf den Pressewänden.

„Farblich ganz sicher keine Wunschfarbe“

Im nächsten Schritt folgt nun auch der Austausch des Logos auf dem Schalker Trikotärmel. Der Haken an der Sache: Das Logo der Post ist bekanntlich das schwarze Posthorn auf gelbem Hintergrund - die Farben des Erzrivalen aus Dortmund. Und das geht natürlich auf einem königsblauen Trikot überhaupt nicht...

Schalke konnte den Konzern davon überzeugen, auf das Posthorn zu verzichten und die Größe des Logos zu verringern. „Die Grundfarbe des DHL-Logos bleibt allerdings in rot-gelb gehalten - farblich ganz sicher keine Wunschfarbe“, teilte der Verein mit.

Bis zum Saisonende werden noch die alten Trikots verkauft

Am Partner DHL will Schalke allerdings festhalten: „Wirtschaftlich ist und bleibt im hartumkämpften Wettbewerb die Partnerschaft mit der Deutsche Post DHL Group für den FC Schalke ein lukrativer Werbevertrag, so dass er sein Einverständnis zur werblichen Umstellung erteilt hat und in der Folge vertragskonform die Partnerschaft bis zum Ende der Vertragslaufzeit umsetzen wird“, so Marketingvorstand Alexander Jobst.

Die Änderung wird zu Beginn der Rückrunde mit dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am 20. Januar 2019 umgesetzt und betrifft zunächst lediglich die Mannschaftstrikots in den Bundesliga-Spielen. Das heißt, die Trikots in den Fanshops werden noch bis zum Ende der laufenden Saison mit dem bisherigen AllyouneedFresh Logo verkauft.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt