Schalke verliert den Test gegen Norwich - Ralf Fährmann schaut nur zu

Schalke 04

Aus dem Wiedersehen auf dem Platz wurde nichts: Beim Testspiel gegen Norwich City, dem neuen Verein von Ralf Fährmann, stand der Ex-Kapitän nicht im Kader. Schalke unterlag mit 1:2.

Lotte

, 19.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Schalke verliert den Test gegen Norwich - Ralf Fährmann schaut nur zu

Wiedersehen im Kabinentunnel: Ralf Fährmann mit Schalke-Keeper Alexander Nübel. © imago

Die größte Überraschung wartete schon vor dem Spiel auf die Schalker Fans: Wer auf ein Wiedersehen mit Torwart Ralf Fährmann gewartet hatte, der wurde enttäuscht. Fährmann, den Schalke in dieser Saison an Norwich City ausgeliehen hat, stand gar nicht erst im Kader. Offizielle Begründung des Premier-League-Vereins: Weil Fährmann bereits am Dienstag ein Testspiel bestritten hatte und Norwich vier Torhüter im Kader hat, sollten gegen Schalke die anderen beiden Keeper ran.

Anwesend in Lotte war Fährmann aber, und das gleich doppelt. Der „echte“ sah sich das Spiel als Zuschauer an – sein Bild ziert aber immer noch überlebensgroß den Schalker Mannschaftsbus, mit dem die Königsblauen nach Lotte gekommen waren. In der vergangenen Saison war der damalige Kapitän noch Identifikationsfigur – man kann damit rechnen, dass Schalke den Bus demnächst der neuen Situation anpassen wird.

Schalke verliert den Test gegen Norwich - Ralf Fährmann schaut nur zu

Immer noch als Bild auf dem Schalker Mannschaftsbus: Torwart Ralf Fährmann, der seit dieser Saison an Norwich City ausgeliehen ist. © Heselmann

Trainer David Wagner setzte bei der Aufstellung auf ein 4-2-3-1-System: In der Offensive spielte Amine Harit als „Zehner“ hinter der einzigen Spitze Guido Burgstaller, Steven Skrzybski und Neuzugang Benito Raman besetzten die Halbpositionen. Torwart Alexander Nübel, der erst am Dienstag ins Training eingestiegen war, wurde noch geschont, genau wie Suat Serdar.

Ein Ex-Schalker erzielt das 0:1

Doch es war ein anderer Ex-Schalker, der das erste Ausrufezeichen der Partie setzte: Teemu Pukki, der von 2011 bis 2013 für die Königsblauen kickte, brachte den Premier-League-Aufsteiger in der 13. Minute in Führung. Ein Fehlpass von Matija Nastasic landete in den Füßen eines Gegenspielers, als Schalke gerade in der Vorwärtsbewegung war: Der Ball landete bei Pukki, der im Eins-zu-Eins-Duell Torwart Markus Schubert keine Chance ließ – 0:1.

Schalke verliert den Test gegen Norwich - Ralf Fährmann schaut nur zu

Ex-Schalker am Ball: Teemu Pukki (r.) erzielte das 0:1. © imago

Nur drei Minuten später hätte Pukki auf 2:0 für sein Team erhöhen können, doch diesmal war Schubert auf dem Posten. Und Schalke? Die Königsblauen taten sich sehr schwer, nennenswerte Chancen blieben Mangelware. Wenn überhaupt, dann sorgten Weitschüsse für ein wenig Gefahr: Skrzybski (19.) und Nachwuchsspieler Levent Mercan (30.) versuchten es aus der Ferne, ansonsten erinnerten die Schalker Angriffsbemühungen fatal an die vergangene Saison.

Rabbi Matondo sorgt für den Ausgleich

Die Engländer blieben gefährlicher: Erneut war es Teemu Pukki, der in der 34. Minute das Tor nur um Haaresbreite verfehlte. Mit einem aus Schalker Sicht enttäuschenden 0:1 ging es in die Halbzeit.

David Wagner schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn Schalke kam gut aus der Kabine und schon in der 49. Minute zum Ausgleich. Nach einem schönen Solo von Harit schloss der eingewechselte Kutucu ab: Seinen Ball konnte Norwichs Torwart nur abprallen lassen, der ebenfalls eingewechselte Rabbi Matondo staubte zum Ausgleich ab.

Ein Ex-Borusse besiegelt die Niederlage

Allzu lange konnte sich Schalke am Ausgleich aber nicht erfreuen. Ein Patzer vor Markus Schubert, der einem Gegenspieler den Ball in die Füße spielte, blieb noch folgenlos (55.), nur vier Minuten später erzielte Ex-BVB-Spieler Moritz Leitner das 1:2, Stambouli hatte den Ball noch unglücklich abgefälscht.

Danach verflachte das Spiel - beide Trainer wechselten reichlich aus. In der 87. Minute verhinderte Markus Schubert mit einer Glanzparade das 1:3 - danach war Schluss. „Die beiden Gegentore waren natürlich ärgerlich, weil wir sie zu leicht hergeschenkt haben“, kommentierte David Wagner nach der Partie. Die Niederlage wollte er aber nicht überbewerten. Er habe auch viele Dinge gesehen, die so einstudiert waren.

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