Schalke und die Stürmer: Gute Nachricht, schlechte Nachricht

Schalke 04

Während Goncalo Paciencia wieder in Gelsenkirchen trainiert, machen die Waden von Klaas-Jan Huntelaar weiter Probleme. Sein Einsatz im Spiel bei Union Berlin ist wohl noch kein Thema.

Gelsenkirchen

, 12.02.2021, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hat das Balltraining wieder aufgenommen: Schalke-Stürmer Goncalo Paciencia.

Hat das Balltraining wieder aufgenommen: Schalke-Stürmer Goncalo Paciencia. © dpa

Zuerst die gute Nachricht oder die schlechte? Fangen wir mit der aus Schalker Sicht guten an: Goncalo Paciencia, der sich in Portugal hatte operieren lassen, trainiert seit Mitte der Woche wieder in Gelsenkirchen. Zwar noch nicht mit der Mannschaft, aber das individuelle Balltraining hat der Portugiese schon wieder aufgenommen. Bis zu seinem Comeback wird es allerdings wohl noch ein Weilchen dauern.

Die schlechte Nachricht: Klaas-Jan Huntelaar wird nach Lage der Dinge wohl auch am kommenden Samstag im Spiel bei Union Berlin noch nicht zum Einsatz kommen können. Diesen Schluss lässt eine Information zu, die S04-Trainer Christian Gross in einem Interview mit dem Fachblatt „Kicker“ (Donnerstag-Ausgabe) preisgab.

Gross vermutet Überbelastung

Demnach hat sich Huntelaar nun offenbar an der anderen Wade verletzt als an der, wegen der er ohnehin schon länger hatte pausieren müssen. Gross führt die neue Verletzung möglicherweise auf „Überbelastung“ zurück - das könne, so Gross zum „Kicker“, in so einer Situation schon mal vorkommen.

Wie auch immer: Die Personalie Huntelaar droht zu einer Schalker Transfer-Posse zu werden - zur nächsten, konnte man auch sagen. Denn schon die Verpflichtung von Vedad Ibisevic endete als Voll-Flop - der Vertrag mit dem „Vedator“ wurde vorzeitig aufgelöst. Dass Schalke den Sturm-Veteranen danach angeblich sogar noch einmal zum Comeback überreden wollte, setzte dem Ganzen noch die Krone auf.

Schon den Ajax-Ausstand verpasst

Nun ist Klaas-Jan Huntelaar drauf und dran, eine der nächsten unglücklichen Schalker Stürmer-Storys zu schreiben. Denn von insgesamt 450 möglichen Pflichtspiel-Minuten nach seiner Rückkehr kam er ganze zehn zum Einsatz - nach seiner Einwechslung im Spiel bei Werder Bremen. Entgegen der bis dahin verbreiteten Annahme, Schalke würde Huntelaar noch schonen, nannte Christian Gross die Wadenprobleme vor dem Spiel gegen Leipzig erstmals „diffizil“. Zum Kader gehörte der „Hunter“ auch gegen RB nicht.

Huntelaar hatte schon sein letztes mögliches Spiel mit Ajax Amsterdam gegen Feyenoord Rotterdam wegen Wadenproblemen verpasst - damals war allerdings auch vermutet worden, die Nicht-Berücksichtigung des 37-Jährigen im Ajax-Kader sei schon dem kurz bevorstehenden Wechsel nach Schalke geschuldet gewesen.

Comeback im Derby?

Matthew Hoppe wird also wohl auch in Berlin den Allein-Unterhalter im Schalker Sturm spielen müssen. Mit Paciencia, Huntelaar, Mark Uth und Steven Skrzybski sind vier potenzielle Angreifer im Aufbautraining bzw. verletzt, Ahmed Kutucu und Rabbi Matondo wurden verliehen.

Wann der „Hunter“ für Schalke dann endgültig wieder regelmäßig für Schalke auf Torejagd gehen kann, steht derzeit also noch in den Sternen. Nächster möglicher Termin wäre abgesehen vom kommenden Samstag der 20. Februar: Dann spielt Schalke gegen Borussia Dortmund.

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