Schalke-Trainer Wagner erhöht vor dem Derby den Druck auf seine Stürmer

Schalke 04

Rund 1.000 Zuschauer verfolgten am Freitagnachmittag das Schalker Abschlusstraining vor dem „Spiel der Spiele“ gegen den BVB. Dabei freuten sich die Fans über die gute Personallage.

Gelsenkirchen

, 25.10.2019, 18:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke-Trainer Wagner erhöht vor dem Derby den Druck auf seine Stürmer

Volles Engagement an der Seitenlinie: Schalke-Trainer David Wagner. © dpa

Denn sie stellten erfreut fest, dass Trainer David Wagner bis auf Weston McKennie alle Mann an Bord hat. Auch Suat Serdar mischte ohne Probleme mit, so dass seinem Einsatz am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Derby gegen Dortmund nichts im Wege steht. Der Nationalspieler hatte wegen Adduktorenproblemen beim vergangenen Bundesligaspiel gegen Hoffenheim (0:2) aussetzen müssen.



Wagner sieht dem prestigeträchtigen Spiel nach eigener Aussage „mit extremer Vorfreude“ entgegen: „Wir können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Das gilt natürlich auch für mich. Schließlich ist es mein erstes Derby in der Bundesliga“, sagte der 48-Jährige, unter dessen Regie die Königsblauen sich sehr gut entwickelt haben und in der Spitzengruppe der Bundesliga mitmischen. Doch weil erst acht Spieltage vorüber sind, will der Schalker Trainer den guten Saisonstart nicht überbewerten. Wagner: „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber es bleibt noch viel zu tun.“


Noch Geduld mit Burgstaller?


Das gilt besonders für seine Stürmer. Erst zwei Tore (Kutucu und Matondo) haben die Schalker Angreifer in der aktuellen Bundesligasaison bisher erzielt. Deshalb erhöhte Wagner gestern den Druck auf seine Offensivkräfte: „Wir brauchen Stürmertore! Das war in den ersten acht Spielen in Ordnung, aber nicht herausragend. Das wissen die Jungs auch. Aber wir sprechen ja hier auch nur von Quoten. Es gehört noch viel mehr dazu. Das Wichtigste ist, dass man das ehrlich anspricht“, betonte der Schalker Trainer.



Was wohl bedeutet, dass seine Geduld mit einem Spieler wie Guido Burgstaller, der zwar immer alles gibt für die Mannschaft, aber noch ohne Treffer ist, sich so langsam dem Ende nähert. Genug Alternativen hätte Wagner, um Burgstaller mal eine Pause zu gönnen. Beispielsweise Publikumsliebling Ahmed Kutucu, der Woche für Woche sehnlichst auf seine Chance wartet. Aber ob Wagner ausgerechnet im Derby sich zu einer Personalveränderung im Angriff durchringt, scheint eher zweifelhaft.


„Einfach ein Top-Niveau“


Über Schwächen beim Gegner zu sprechen, empfindet der Schalker Trainer fast schon grotesk. „Individuell ist das top, mit das Beste in der Bundesliga. Ein Mix aus Qualität und Talent, einfach ein Top-Niveau und auch in Europa ein ganz, ganz hohes Level“, so Wagner.



Dass Dortmund unter der Woche noch in der Champions League beschäftigt war, bewertet der Coach auch nicht als Schalker Vorteil. Wagner: „Für dieses Spiel ist das extremst unerheblich“. Dennoch habe sich seine Mannschaft nach seiner Einschätzung mit dem guten Saisonstart auch beim BVB Respekt verschafft: „Ich glaube, da ist angekommen, dass es im Moment nicht das Prickelndste ist, gegen uns zu spielen.“


Applaus beim Abschlusstraining


Die Schalker Fans verabschiedeten ihre Mannschaft jedenfalls nach der einstündigen Einheit mit viel Applaus. Es war zwar keine Euphorie zu spüren, aber es schwang die Zuversicht mit, gegen die Dortmunder mithalten zu können. Ob dieser Optimismus berechtigt ist, wird sich heute Nachmittag zeigen.

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