Schalke-Trainer David Wagner plant eine kleine Rotation

Schalke 04

Noch keine Pflichtspielminute hatte Benjamin Stambouli in dieser Saison gefehlt. Nun hat es den Schalker Verteidiger erwischt.

Gelsenkirchen

, 28.10.2019, 18:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke-Trainer David Wagner plant eine kleine Rotation

Volle Konzentration im Derby: Benjamin Stambouli (r.) beobachtet Marco Reus. © dpa

Bereits in der ersten Halbzeit des Derbys gegen Borussia Dortmund hatte sich der Verteidiger eine Verletzung zugezogen, die sich nun als Bruch eines Fußwurzelknochens herausstellte. Da es sich um einen glatten Bruch handelt, ist keine Operation erforderlich, aber der Fuß von Stambouli muss erst einmal einige Zeit ruhig gestellt werden. „Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass uns Benji in der letzten Woche vor der Winterpause wieder zur Verfügung steht“, sagte Schalke-Trainer David Wagner.



Der 48-Jährige wird somit gezwungen, mindestens auf einer Position beim DFB-Pokalspiel am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) in Bielefeld seine Mannschaft zu verändern. Aber damit wird es Wagner wohl nicht belassen. Am Montag kündigte der Schalker Trainer an: „Ich will nicht ausschließen, dass wir Frische aufs Feld bringen. Denn ich kann ja nicht die ganze Zeit davon reden, wie viele Alternativen wir im Kader haben“. Als denkbare Startelfkandidaten nannte der Schalker Trainer unter anderem Weston McKennie, Alessandro Schöpf und Ahmed Kutucu. „Aber eine große Rotation werden wir nicht anschmeißen,“ versicherte Wagner.


„Wir haben das totale Vertrauen“



Dass die aktuelle Sturmmisere immer wieder diskutiert wird, nervt ihn nicht. „Ich bin kein Freund davon, diese Thematik totzuschweigen. Unsere Stürmer kommen ja selbst zu mir und sagen: Trainer, wir wissen, dass wir Tore schießen müssen. Aber wir haben das totale Vertrauen, dass sie bald treffen werden“.



Und wie bewerten die Mitspieler die Torarmut der Stürmer? „Wir müssen als Team unseren Angreifern helfen, den Bann zu brechen. Manchmal treffen wir vor dem Tor die falsche Entscheidung, manchmal fehlt uns einfach das Glück. Gut ist, dass wir uns die Chancen erspielen. Das lässt mich positiv auf die kommenden Aufgaben blicken“, sagte Omar Mascarell nach dem Derby.


Lob für Bielefeld



In Bielefeld gibt es die nächste Chance für Schalkes Stürmer, die bisher schwache Torbilanz des Angriffs (erst zwei Treffer) zu verbessern. Der Zweitligist ist ein Gegner, den Wagner in den höchsten Tönen lobte. „Das ist eine Mannschaft, die wir mit größter Wahrscheinlichkeit im nächsten Jahr in der Bundesliga sehen werden. Wir haben den Respekt, den man gegenüber Bielefeld haben muss, aber wir wollen dieses Spiel gewinnen, sagte der Schalker Coach.



Dass die Fans der Ostwestfalen als aktueller Tabellenzweiter vom Aufstieg träumen dürfen, hätten vor knapp zwei Jahren vermutlich nicht einmal die kühnsten Optimisten prophezeit. Denn Ende 2017 stand der Traditionsverein kurz vor dem finanziellen Kollaps. Die Bielefelder drückten Schulden in zweistelliger Millionenhöhe. Erst das „Bündnis Ostwestfalen“ bewahrte den Verein vor der Insolvenz. Der Zusammenschluss regionaler und lokaler Unternehmen, Sponsoren und Unterstützer legte mit seinem Engagement den Grundstein für den Aufschwung.


Sieben Tore von Klos



Mit 22 Toren sind die Ostwestfalen in dieser Saison eine der torhungrigsten Mannschaften in der 2. Liga. Allein Mittelstürmer Fabian Klos hat bereits sieben Tore erzielt. Eine Quote, von der Burgstaller und Co. aktuell nur träumen können.