Schalke-Spieler Schöpf freut sich über Kurz-Comeback

Schalke 04

Alessandro Schöpf gehörte zu den glücklichsten Schalker Spielern nach dem Heimsieg gegen die Hertha. Denn nach langer Zwangspause feierte er sein Comeback.

Gelsenkirchen

, 02.09.2019, 16:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke-Spieler Schöpf freut sich über Kurz-Comeback

Endlich wieder in einem Bundesligaspiel am Ball: Alessandro Schöpf (Mitte). © dpa

Er spielte nur zwei Minuten, doch diese kurze Zeitspanne reichte schon locker aus, um ein breites Lächeln auf das Gesicht von Alessandro Schöpf zu zaubern. Denn mit seiner Einwechslung für Omar Mascarell nach 88 Minuten beim 3:0-Erfolg gegen Hertha BSC durfte der Österreicher endlich das wieder tun, was zu seinem Lieblingsbeschäftigungen gehört: Fußball spielen.



„Es war kurz, aber gut, für mich persönlich ein Höhepunkt, dass ich wieder auf den Platz zurückkehren konnte, freute sich Schöpf, der seit Ende Januar verletzungsbedingt ausgefallen war. Fast hätte er bei seinem Kurzeinsatz sogar ein Tor geschossen, doch sein Schuss war zu unplatziert, so dass Hertha-Torhüter Rune Jarstein keine Probleme hatte.


Applaus von Rekik

„Da hat mir bei dieser Aktion die Kraft gefehlt“, sagte Schöpf mit einem Augenzwinkern. Als er eingewechselt wurde, gab es übrigens eine schöne Geste von Hertha-Spieler Karim Rekik: Er applaudierte. Rekik war es gewesen, der Schöpf beim Bundesligaspiel in Berlin bei einem Foul so übel mitgespielt hatte, dass Schöpf monatelang ausfiel.



Doch diesen Zwischenfall hat der Österreicher mittlerweile ad acta gelegt. „Ich bin nicht nachtragend, alles gut“, betonte Schalkes Mittelfeldspieler, der sich im Trainingslager in Mittersill noch darüber beklagt hatte, dass Rekik sich während seiner Zwangspause kein einziges Mal gemeldet hatte.


Gespräch mit Franco Foda


Nach dem ersten Saisonsieg zog Schöpf ein positives Fazit: „Wir haben richtig guten Fußball gespielt. Die Hertha hatte zwar zu Beginn eine große Torchance, doch danach haben wir immer besser ins Spiel gefunden“, freute sich der 26-Jährige.



Auf Einsätze in der österreichischen Nationalmannschaft verzichtet Schöpf zunächst in Absprache mit Bundestrainer Franco Foda. „Für mich ist es erst einmal wichtig, meinen früheren Fitnesszustand wieder zu erreichen“, so der Schalker Dauerläufer. Am kommenden Freitag, beim Testspiel gegen den Drittligisten Viktoria Köln in Bottrop, will Schöpf weitere Spielpraxis sammeln.



Den freiwilligen Rückzug seines Vereinskameraden Guido Burgstaller aus der österreichischen Nationalmannschaft hat Schöpf mit Bedauern zur Kenntnis genommen. „Burgi wird mir fehlen. Ich habe ihm zwar mehrfach gesagt, er soll sich das gut überlegen. Aber ich habe Verständnis für seine Entscheidung“, sagte der Mittelfeldspieler.

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