Schalke-Neuzugang Juan Miranda träumt von der Königsklasse

Schalke 04

Der vom FC Barcelona ausgeliehene Juan Miranda hat große Ziele mit dem FC Schalke 04. Welche das sind, verrät der Spanier bei seiner Vorstellung.

Gelsenkirchen

, 17.09.2019, 19:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke-Neuzugang Juan Miranda träumt von der Königsklasse

Mit der spanischen U19 feierte Juan Miranda seinen bisher größten Erfolg mit dem Gewinn der Europameisterschaft. © Imago

Schon mit elf Jahren kam Juan Miranda das erste Mal in seinem Leben unmittelbar in Verbindung mit dem FC Schalke 04. Damals spielte er in der Nachwuchsabteilung von Betis Sevilla bei einem Turnier, an dem auch die Königsblauen teilnahmen. Von da an war dem damaligen „Knirps“ der Verein Schalke 04 ein Begriff. Zwar noch nicht in seiner ganzen Dimension, aber doch so, dass er mit den Blau-Weißen einen deutschen Bundesligisten verbinden konnte.



Nun ist Schalke seine Gegenwart. Bei seiner Vorstellung auf Dienstag im „Blauen Salon“ der Veltins-Arena gab der 19-Jährige bereitwillig Auskunft über seine sportlichen Ziele. Und die sind hochgesteckt.



Vertragsklausel bestätigt


Die Leihgabe des FC Barcelona träumt nämlich davon, in der nächsten Saison auf die Katalanen treffen zu können. „Wir haben eine gute Mannschaft. Ich halte das für möglich“, sagte der Linksverteidiger mit einem Lächeln.



Hauptsächlich spielte und trainierte Miranda bisher in der zweiten Mannschaft des FC Barcelona. Ab und zu durfte er aber auch schon mit Superstar Lionel Messi und Co. trainieren. „Messi versucht seine Gegenspieler auch schon im Training zu tunneln. Da muss man sehr aufpassen“, erzählte Miranda, der für zwei Jahre von den Königsblauen ausgeliehen, wobei Barcelona aber die Option besitzt, ihn schon nach einem Jahr zurückzuholen.



Eltern und Schwestern sind mit umgezogen


Miranda bestätigt indirekt diese Vertragsklausel, sagte aber zugleich, dass ihn dies im Augenblick nicht interessiert: „Man muss sehen, was passiert. Jetzt bin ich hier, um jeden Tag zu genießen.“ Dieses Vertragskonstrukt lässt sich auch als Kompliment für Miranda interpretieren. Sollte Barcelona ihm auf Schalke den sportlichen Durchbruch nicht zutrauen, hätte man darauf auch verzichten können.

Keineswegs verzichten will Miranda auf seine gewohnte Umgebung. Vater und Mutter sowie seine beiden Schwestern haben ihn ins Ruhrgebiet begleitet und in nächster Umgebung der Veltins-Arena ein Haus bezogen.


Bevorzugter Gesprächspartner für Miranda im Schalker Kader ist bis auf weiteres sein Landsmann Omar Mascarell, der dem Youngster bereits erklärt hat, auf was es bei den Blau-Weißen besonders ankommt. Miranda will „viel lernen und so oft wie möglich spielen“. Auf der linken Außenbahn muss der bisher gesetzte Bastian Oczipka mit starker Konkurrenz rechnen.




Ein Spiel in der Champions League


Obwohl Miranda in der vergangenen Saison noch für die A-Jugend des FC Barcelona spielberechtigt war, hat er schon einen Auftritt mit der ersten Mannschaft in der Champions League hinter sich, nämlich im vergangenen Dezember gegen die Tottenham Hotspurs.



Bevor er sich zur Ausleihe entschied, führte das Abwehrtalent einige Gespräche mit dem Ex-Schalker Ivan Rakitic, der beim FC Barcelona einen Karrieresprung vollzog, der ihm in dieser Form während seiner Schalker Zeit von vielen sogenannten Experten gar nicht zugetraut worden war. Miranda: „Ivan hat mir nur Gutes über Schalke erzählt.“




Bundesliga setzt auf mehr Geschwindigkeit



Beim 5:1-Erfolg in Paderborn sah Miranda in der Bundesliga das erste Mal auf der Schalker Ersatzbank. Dort will er bestimmt nicht lange sitzen bleiben. Sein Selbstbewusstsein dürfte nicht gering sein. Als U19-Europameister debütierte Miranda in der vergangenen Woche als jüngster Spieler bereits in der U21-Nationalmannschaft seines Heimatlandes.




Worin sieht er den Hauptunterschied zwischen Bundesliga und Priméra Division? „In Spanien wird taktischer gespielt. In Deutschland kommt es mehr auf die Geschwindigkeit an“, so der Youngster. Wie er damit klarkommt, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.

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